Deutsche Pfandbriefbank: US-Rückzug sorgt für unerwartet tiefrote Zahlen

Die Deutsche Pfandbriefbank steht vor Herausforderungen, wie die kürzlich veröffentlichten Geschäftszahlen für 2025 eindrucksvoll verdeutlichen. Entgegen den Prognosen der Analysten rutschte das Institut infolge des Rückzugs aus dem amerikanischen Markt tiefer in die Verlustzone. Der Vorstandsvorsitzende Kay Wolf zeigt sich jedoch zuversichtlich für 2026, auch wenn die großen Gewinnhöhen der Vergangenheit wohl vorerst unerreichbar bleiben.
Die Bank vermeldete für das abgelaufene Jahr einen Verlust vor Steuern von 250 Millionen Euro, nachdem noch 2024 ein Vorsteuergewinn von 104 Millionen Euro erwirtschaftet wurde. Für das aktuelle Jahr rechnet Wolf mit einem Vorsteuergewinn zwischen 30 und 40 Millionen Euro – ein Wert, der die Analystengemeinde enttäuscht, welche mit höheren Zahlen gerechnet hatte. Die Reaktion an der Börse folgte prompt: Zur Mittagszeit sank der Aktienkurs um etwa 7,5 Prozent.
Die Transformation der Bank wird durch den vollständigen Marktausstieg in den USA und eine schleppende Markterholung merklich verzögert. Ohne eine Beschleunigung der Erholung wird die Bank ihre zentralen finanziellen Zielvorgaben, wie operative Erträge von 600 Millionen Euro und eine Rendite auf das greifbare Eigenkapital (RoTE) von 8 Prozent, voraussichtlich erst im Jahr 2028 erreichen können.

