Sanofi trotzt Umsatzsteigerung – Aktie fällt dennoch
Sanofi, der renommierte Arzneimittelhersteller, konnte im zweiten Quartal durch anhaltend starke Verkäufe seines Erfolgsprodukts Dupixent und ein robustes US-Geschäft bemerkenswerte Umsatzzuwächse verzeichnen. Konzernchef Paul Hudson schaut nun optimistisch in die Zukunft und passt die Jahresziele nach oben an.
Trotz dieser positiven Entwicklungen verzeichnete die Sanofi-Aktie am Donnerstag einen deutlichen Kursrückgang, da die Wachstumszahlen die Erwartungen nicht erfüllten. An der Börse gehörte Sanofi zu den schwachen Werten im EuroStoxx 50, der Aktienkurs fiel am frühen Nachmittag um vier Prozent. Für das gesamte Jahr mussten Anleger bisher Verluste von über zwölf Prozent hinnehmen.
Umsatzergebnisse übertrafen zwar die durchschnittlichen Schätzungen der Analysten, doch die bereinigten Ertragskennzahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, wie Richard Vosser von JPMorgan betonte. Sanofi verzeichnete einen Umsatzanstieg von sechs Prozent, der sich auf fast zehn Milliarden Euro belief.
Besonders Dupixent, vor allem eingesetzt bei Asthma und Neurodermitis, erzielte ein Plus von zwanzig Prozent und trug 3,8 Milliarden Euro bei. Die Zulassung für die Behandlung von COPD verlieh dem Mittel zusätzlichen Schwung. Auch die Verkäufe von Impfstoffen steigerten sich merklich im Vergleich zum Vorjahr.
Paul Hudson beabsichtigt nun, die obere Grenze der Umsatz-Zielspanne für 2025 anzustreben, mit einem prognostizierten Wachstum des Jahreserbes im hohen einstelligen Prozentbereich. Im zurückliegenden Quartal erzielte der Konzern ein währungsbereinigtes Wachstum von 10,1 Prozent.
Hudson strebt zudem ein zweistelliges Wachstum des bereinigten EPS an, trotz Investitionen in jüngste Übernahmen. Aktienrückkäufe sind jedoch weiterhin nicht geplant. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg nominell um währungsbereinigt über acht Prozent auf 1,59 Euro, blieb jedoch hinter den Analystenerwartungen von 1,67 Euro zurück.
Der bereinigte operative Gewinn sank um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, da verstärkt in Forschung und Entwicklung investiert wird. Insgesamt erhöhte sich der Gewinn dank eines Milliardengewinns aus dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an Opella auf knapp das Dreieinhalbfache.

