Sanofi erzielt Studienerfolg mit Amlitelimab, erlebt jedoch Börsenrückgang
Sanofi konnte mit seinem neuen Medikament Amlitelimab, entwickelt zur Behandlung von Neurodermitis, ein wesentliches Studienziel erfolgreich erreichen. Wie gestern in Paris bekanntgegeben, zeigte der Wirkstoff in klinischen Tests bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis vielversprechende Ergebnisse. Diese Innovation wird an der Börse als potenzieller Nachfolger für Dupixent gesehen, dessen Exklusivrechte in absehbarer Zeit auslaufen. Erstaunlicherweise verzeichnete die Sanofi-Aktie trotz dieser positiven Nachrichten am Vormittag einen Kursverlust von bis zu zehn Prozent. Kritiker merkten an, dass die Ergebnisse im direkten Vergleich zu Dupixent weniger überzeugend ausgefallen seien.
Trotz dieser Marktreaktion betont Sanofis Forschungs- und Entwicklungsleiter, Houman Ashrafian, das Potenzial des neuen Medikaments. Amlitelimab, so Ashrafian, stelle einen erheblichen Fortschritt bei der Behandlung der atopischen Dermatitis dar, insbesondere durch eine mögliche Quartalsdosierung. Dies könnte eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem derzeitigen Behandlungsintervall mit Dupixent darstellen.
Derzeit wird Amlitelimab in mehreren Phase-III-Studien, darunter die aktuelle Coast 1-Studie, auf seine Wirksamkeit untersucht. Hierbei konnten alle primären und sekundären Ziele erreicht werden. Teilnehmer, die unterschiedliche Dosierungen erhielten, zeigten nach 24 Wochen eine markante und statistisch relevante Verbesserung im Vergleich zur Placebogruppe. Ashrafian hob hervor, dass ein Teil der Probanden bereits vorher fortschrittliche Therapien erhalten hatte. Sanofi verfolgt darüber hinaus vier weitere Phase-III-Studien und erwartet bis 2026 die vollständigen Ergebnisse. Diese sollen die Basis für internationale Zulassungsanträge bilden.

