Sánchez setzt Zeichen: Maßnahmenpaket für mehr Bahnsicherheit in Spanien
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat nach den schweren Zugunglücken mit tragischem Ausgang ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Bahnsicherheit präsentiert. Im spanischen Parlament rief er zur Besonnenheit auf und wies darauf hin, dass das nationale Bahnsystem trotz der jüngsten Ereignisse zu den zuverlässigsten innerhalb der EU zähle und weltweit einen Spitzenplatz einnehme. Er betonte die Wichtigkeit, keine unbegründeten Ängste durch Falschinformationen zu schüren.
Die Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge nahe Adamuz in Andalusien am 18. Januar, bei der tragischerweise 46 Menschen ums Leben kamen, sowie zwei Tage später der Unfall in Barcelona, bei dem ein Zug mit herabgestürzten Trümmern kollidierte, hatten in der Bevölkerung Ängste verstärkt. Daraufhin kritisierte der Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo die Regierung scharf und forderte Konsequenzen.
Sánchez entgegnete, dass es seit seinem Amtsantritt im Jahr 2018 gelungen sei, die Zahl der Bahnunfälle um elf Prozent zu reduzieren und die Investitionen in die Infrastruktur signifikant zu erhöhen. Mit Gewerkschaften wurde nun vereinbart, in den kommenden Jahren zusätzliche Mittel für die Wartung bereitzustellen. Dies führte dazu, dass ein Streik der Lokführer vorzeitig beendet wurde. Geplant sind zudem 3.600 Neueinstellungen bei Adif und Renfe sowie eine Aufstockung des Personals der Staatsagentur für Bahnsicherheit.

