Salzgitter AG: Kooperation bleibt trotz Übernahme-Absage fest im Blick
Der traditionsreiche Stahlriese Salzgitter hat auf seiner Hauptversammlung in Wolfsburg verdeutlicht, dass die Absage einer Übernahme durch die Unternehmen GP Günter Papenburg und TSR Recycling keine negativen Auswirkungen auf die bestehende Zusammenarbeit haben wird. Vorstandschef Gunnar Groebler betonte, die langjährigen Geschäftsbeziehungen zu den beiden Unternehmen weiterhin hegen und pflegen zu wollen.
Besonders die Verbindung zu Papenburg, einem führenden Bauunternehmer und stabilen Großaktionär, sei von Bedeutung. Papenburg hat kürzlich seinen Anteil aufgestockt und ist mit 26,7 Prozent sogar der größte Einzelaktionär, dicht gefolgt vom Land Niedersachsen mit einem Anteil von 26,5 Prozent. Trotz der Übernahme-Problematik bleibt die Zusammenarbeit ein Eckpfeiler der Unternehmensstrategie.
Im Jahr 2024 kam ans Licht, dass ein Übernahmeangebot in der Schwebe war, welches letztendlich an finanziellen Bewertungsunterschieden scheiterte. Trotz eines unverbindlichen Angebots von 18,50 Euro pro Aktie, das der Vorstand als zu niedrig erachtete, setzt Salzgitter auf Eigenständigkeit – bei einem Börsenkurs von rund 22 Euro. Diese Entscheidung wird zudem von der niedersächsischen Regierung unterstützt, die den Transformationskurs der Salzgitter AG in Richtung nachhaltiger Stahlerzeugung lobt und ihre Beteiligung am Unternehmen betont.

