Ryanair-Chef fordert entschlosseneres Auftreten Europas gegen Trump
Michael O'Leary, der charismatische Chef von Ryanair, hat europäische Politiker dazu ermutigt, gegenüber den wiederholten Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump selbstbewusster aufzutreten. Vor Journalisten in Dublin betonte O'Leary die Notwendigkeit, dass Europa den USA Paroli bieten sollte. Dies, so glaubt er, wäre ein wirksames Mittel gegen Trumps Drohgebärden, insbesondere in der prekären Phase vor den Midterm-Wahlen in den USA. O'Leary warnte davor, dass Trump, in Anbetracht der anstehenden Wahlen, einen Handelskonflikt mit Europa meiden und stattdessen ein Interesse an einer florierenden Wirtschaft haben müsse.
Er riet dazu, auf Schmusekurs zu verzichten und dem US-Präsidenten mit der nötigen Entschlossenheit zu begegnen. Interessanterweise gestattete O'Leary Trump Zustimmung in gewissen Punkten, wie der Forderung nach erhöhter Verteidigungsausgaben der NATO-Partner und seiner Ablehnung von Umweltsteuern.
Jedoch kritisierte er scharf Trumps Haltung in Bezug auf die Ukraine und Grönland und forderte einen deutlich festeren Standpunkt Europas in solchen Fragen. Der Ryanair-Chef, bekannt für seine pointierten Äußerungen, sorgte in der jüngsten Vergangenheit durch einen verbalen Schlagabtausch mit Elon Musk für Aufsehen.

