Rüstungswerte in Aufwind: Milliardenaufträge beflügeln Börsenstimmung

Die jüngst ins Straucheln geratenen Rüstungswerte zeigen am Mittwoch vorbörslich Anzeichen einer Erholung. Rückenwind erhalten sie von einem Bericht der "Financial Times", der auf die bevorstehende Freigabe großzügiger Rüstungsaufträge hindeutet und damit bei den Händlern die Stimmung aufhellt.
Rheinmetall verzeichnete im frühen Handel bei Tradegate nach einem kursbedingten Tief seit Anfang Dezember einen Anstieg von 1,2 Prozent. Auch Renk, Hensoldt und TKMS legten im Vergleich zu ihren Xetra-Werten um bis zu zwei Prozent zu.
Den vorliegenden Informationen zufolge, wird das deutsche Parlament voraussichtlich am Mittwoch Rüstungsausgaben von über 50 Milliarden Euro bewilligen. Davon entfallen 21 Milliarden Euro auf Bekleidung und Schutzausrüstung für das Militär. Der Bericht nennt außerdem einen 4-Milliarden-Euro-Vertrag für die von Rheinmetall mitproduzierten Puma-Schützenpanzer sowie annähernd 2 Milliarden Euro für Satellitensysteme.
In den Tagen zuvor hatten die betreffenden Aktien aufgrund von Berichten über Friedensgespräche im Ukraine-Konflikt an Boden verloren. Die Rheinmetall-Aktien, die im Jahr 2025 im Dax einen Spitzenplatz einnehmen, hatten seit ihrem Höchststand am vergangenen Dienstag bis zu elf Prozent an Wert eingebüßt.

