Russlands Verluste in der Ostukraine: Ein strategischer Schlagabtausch
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner jüngsten Videoansprache erhebliche Verluste auf russischer Seite seit Beginn einer ukrainischen Gegenoffensive in der Nähe der Stadt Pokrowsk verkündet. Laut Selenskyj haben die russischen Streitkräfte seit dem Start der Offensive bereits über 12.000 Verluste hinnehmen müssen, wobei 7.200 dieser als dauerhaft gelten, was bedeutet, dass die Betroffenen entweder gefallen sind oder kriegsuntauglich verletzt wurden.
Seit mehr als einem Jahr toben die Auseinandersetzungen um Pokrowsk, einer Stadt von erheblicher strategischer Bedeutung im ostukrainischen Gebiet Donezk. Die russischen Streitkräfte haben ihre Positionen mittlerweile auf drei Seiten der Stadt ausgeweitet.
Nach einem aggressiven Vorstoß Russlands im August antwortete die Ukraine mit Gegenangriffen, die zur Isolation einiger russischer Truppenteile führten. Diese Offensive wird von Kiew als bedeutender Erfolg dargestellt.
Obwohl die Ukraine Fortschritte im Raum Pokrowsk erzielt hat, bleibt Russland nach wie vor an den meisten Fronten bestimmend. Auch dreieinhalb Jahre nach Beginn des Konflikts ist der Kremlchef Wladimir Putin überzeugt, seine militärischen Ziele in der Ukraine umsetzen zu können. Die Auseinandersetzungen verlaufen weiterhin intensiv, wobei beide Seiten strategische Positionierungen neu bewerten.

