Russland weist Vorschlag von Kanzler Merz für Weihnachtswaffenruhe entschieden zurück
Der Kreml hat sich vehement gegen den jüngsten Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz für eine Weihnachtswaffenruhe im Ukraine-Konflikt ausgesprochen. Kremlsprecher Dmitri Peskow verdeutlichte in russischen Medien, dass Russland keine temporären Waffenruhen anstrebe, die der Ukraine die Möglichkeit geben würden, neue Kräfte zu sammeln und die kriegerischen Handlungen fortzusetzen. Vielmehr habe Russland das Ziel, den Krieg zu beenden und dabei seine strategischen Interessen zu sichern. Der Appell von Merz, der sich direkt an Wladimir Putin richtete, fand dennoch Gehör auf internationaler Ebene. In Berlin trafen sich am Wochenende Vertreter der Ukraine, der USA und Europas, um über mögliche Friedenslösungen zu beraten, wobei eine multinationale Friedenssicherungsmission in der Ukraine in Betracht gezogen wird.
Ohne die Beteiligung Russlands und ohne Kenntnisnahme des erarbeiteten Textes zu den Sicherheitsgarantien, bleibt die russische Reaktion auf die Ergebnisse dieser Gespräche aus. Der Kreml ließ verlauten, dass keine Stellungnahme zu medialen Spekulationen erfolgen werde.

