Russland signalisiert Dialogbereitschaft trotz westlicher Spannungen
In Moskau zeigt sich Russland offen für Gespräche, auch in Angesicht der anhaltenden Spannungen mit dem Westen aufgrund des Krieges gegen die Ukraine. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte bei einer Ansprache an der renommierten MGIMO-Universität, dass Russland keinen neuen Eisernen Vorhang anstrebe. Er betonte, dass das Ziel einer multipolaren Welt auch den Westen umfasse und man nicht an einer Abgrenzung interessiert sei. Lawrow wies darauf hin, dass die Anstrengungen des Westens, Russland zu isolieren, zum Scheitern verurteilt seien. Der russische Chefdiplomat rief zu einem gleichberechtigten Dialog auf und erklärte, dass Zorn kein guter Ratgeber sei. Die Bemühungen, Russland unter Druck zu setzen, seien laut Lawrow fruchtlos.
Die Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Staaten befinden sich seit Beginn der Ukraine-Krise auf einem historischen Tiefpunkt. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine, der nun mehr als dreieinhalb Jahre zurückliegt, wurden zahlreiche Sanktionen gegen Moskau verhängt, während Kiew umfangreiche Unterstützung in Form von finanzieller Hilfe und Waffenlieferungen erhielt.

