Russische Vorwürfe: Rachegelüste in der deutschen Ukraine-Politik?
In einer scharfen Stellungnahme hat das russische Außenministerium Deutschland Wettstreitlust in den Beziehungen zur Ukraine vorgeworfen. Die Regierung in Berlin sei von einer angeblichen Besessenheit getrieben, vergangene Niederlagen durch Unterstützung Kiews rächen zu wollen, wie aus der Erklärung hervorgeht, die anlässlich der jährlichen Pressekonferenz des russischen Außenministers Sergej Lawrow veröffentlicht wurde.
Ein zentrales Element dieses Vorwurfs ist laut Moskau die Lieferung deutscher Waffen an die Ukraine, 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nun gegen russisches Territorium zum Einsatz kommen. Dies spiegle sich auch in der Präsenz der Bundeswehr in Litauen wider. Sollte Deutschland eine ähnliche Strategie in der Ukraine umsetzen wollen, so würden diese Truppen als „legitime Ziele“ betrachtet, zumal derzeit über eine internationale Sicherheitstruppe nach dem Krieg diskutiert wird.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Beginn der Kampfhandlungen vor vier Jahren mit der Bedrohung durch NATO-Ambitionen der Ukraine gerechtfertigt. Für eine Beendigung des Konflikts fordert Moskau den Verzicht der Ukraine auf einen Beitritt zum westlichen Verteidigungsbündnis sowie erhebliche territoriale Zugeständnisse.

