Russische Delegation trifft in Istanbul zu Friedensgesprächen ein
Mit einem symbolträchtigen Start sind die Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts in die nächste Runde gegangen, als die russische Delegation am frühen Morgen in der pulsierenden Metropole Istanbul eintraf. Die Landung auf dem Flughafen Atatürk markierte einen weiteren Schritt in Richtung möglicher Friedensgespräche, jedoch bleibt der konkrete Startzeitpunkt der Verhandlungen vorerst ebenso unbestimmt wie eine Lösung des Konflikts selbst. Dies berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax und bezog sich dabei auf vertrauliche russische Quellen.
Die Initiative zu den Gesprächen in der Türkei entsprang einem Vorschlag des Kremlchefs Wladimir Putin, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eindringlich eine Waffenruhe forderte, die bereits zu Wochenbeginn in Kraft treten sollte. Dabei gab Putin bis zuletzt Rätsel auf, ob er persönlich am Verhandlungstisch erscheinen würde, was Spekulationen über Russlands Verhandlungsbereitschaft befeuerte.
Als Leiter der russischen Delegation wurde über Nacht der Berater Wladimir Medinski benannt. Der ehemalige Kulturminister gilt in den Machtstrukturen Moskaus als weniger einflussreiche Persönlichkeit. Dennoch knüpfen sich an seine Ernennung Erwartungen, da er bereits 2022 ein vorhergehendes Treffen zwischen den Konfliktparteien koordinierte, welches jedoch ohne greifbare Ergebnisse endete.

