Ruhige Märkte im Vorfeld von Jackson Hole, trotz politischer Querelen
Die Anleihemärkte in den USA haben am Mittwoch einen kleinen Zuwachs verzeichnen können. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen, bekannt als T-Note-Future, stieg leicht um 0,17 Prozent und erreichte einen Wert von 111,97 Punkten, während die Rendite für die zehnjährigen Anleihen auf 4,29 Prozent fiel.
Diese Bewegung wurde vor allem durch eine gedämpfte Stimmung an den Aktienmärkten begünstigt. Dies ist auf die verhaltene Reaktion der Anleger auf den kürzlich stattgefundenen Gipfel zur Beendigung des Ukraine-Konflikts zurückzuführen. Die anhaltenden Kämpfe sorgen für Unsicherheit, wodurch risikoreichere Anlageklassen gemieden werden.
Experten wie Sebastian Fellechner von der DZ Bank betrachten den aktuellen Handelstag als eine Übergangsphase hin zu dem bedeutenden Notenbanktreffen in Jackson Hole. Besonders im Fokus steht dabei die bevorstehende Rede von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank. Die Hoffnungen der Märkte ruhen auf einer möglichen Zinssenkung im September, weshalb Powells Aussagen genauestens auf geldpolitische Signale nach der Sommerpause untersucht werden.
Parallel dazu hat US-Präsident Donald Trump erneut für Schlagzeilen gesorgt, indem er in gewohnter Manier zur Rücktrittsforderung gegriffen hat. In sozialen Medien forderte er den Rücktritt der Fed-Gouverneurin Lisa Cook mit der Bemerkung: "Cook muss zurücktreten, jetzt!!!" und wies auf einen Medienbericht hin, der ihr unethisches Verhalten bei Immobiliengeschäften vorwirft. Seit längerer Zeit übt Trump Druck auf die Federal Reserve aus, um eine deutliche Senkung des Leitzinses zu erwirken, wobei er sich immer wieder gegen Powell stellt.

