Rückkehr nach Deutschland: "Anheuser-Busch Bud" erobert den Markt erneut
Nachdem sich der Braukonzern AB Inbev jahrzehntelang von den deutschen Verkaufsregalen ferngehalten hatte, kehrt das legendäre Lagerbier "Anheuser-Busch Bud" nun zurück in den deutschen Handel. Der Einstieg erfolgt durch eine Kooperation mit einer namenhaften Supermarktkette – weitere Vertriebspartner sollen bis 2026 folgen. Mit dieser Rückkehr reagiert der Konzern auf die steigende Nachfrage der deutschen Konsumenten nach internationalen Bieren und unterstreicht seine erneute Verpflichtung gegenüber dem hart umkämpften deutschen Markt.
Seit der Übernahme von Anheuser-Busch im Jahr 2008 hatte AB Inbev das Bier nicht mehr im deutschen Markt vertrieben, der von Pilsner-Sorten dominiert wird. Die Traditionsmarke, die von den gebürtigen Deutschen Eberhard Anheuser und Adolphus Busch bereits 1876 in den USA ins Leben gerufen wurde, ist heute in über 80 Ländern erhältlich.
Die rechtlichen Herausforderungen, die sich rund um die Markenrechte für "Bud" in Deutschland und Europa ergeben haben, konnten beigelegt werden. Ein markanter Rechtsstreit datiert zurück, als die Bitburger Brauerei rechtliche Schritte gegen die Vermarktung des amerikanischen Bieres unter Namen wie "American Bud" einleitete. Der Bundesgerichtshof entschied im Jahr 2001, dass die Bezeichnung "American Bud" in Deutschland nicht zulässig ist, da sie mit Bitburgers Marke "Bit" verwechselt werden könnte. Unter dem aktuellen Namen "Anheuser Busch Bud" wurde das Bier jedoch genehmigt, was den Wiedereinstieg begünstigte.
Die Rückkehr von "Anheuser-Busch Bud" auf den deutschen Markt veranlasste die Bitburger Brauerei zu bestätigen, dass sie sich auch in Zukunft aktiv für den Schutz ihrer Markenrechte einsetzen werde. Diese Entwicklungen illustrieren die fortdauernde Dynamik und den Konkurrenzkampf innerhalb des weltweiten Biermarktes.

