Rückgang im Luxussegment: Ein Markt in der Transition
Der Luxusgütermarkt steht vor Herausforderungen. Prognosen von Bain & Company und Fondazione Altagamma schildern ein weltweites Schrumpfen der Branche. Für das Jahr 2025 wird ein Umsatz von 1,44 Billionen Euro erwartet, was einen erneuten Rückgang darstellt. Zum Vergleich: 2024 lag der Umsatz noch um 34 Milliarden Euro höher, während der Unterschied zu 2025 stolze 54 Milliarden Euro beträgt.
Diesen jüngsten Entwicklungen zum Trotz ist die langfristige Perspektive optimistisch. Im Jahr 2019 war das Umsatzniveau um 169 Milliarden Euro niedriger als heute, und bis 2035 rechnet Bain mit einem Wachstum auf 2,2 bis 2,7 Billionen Euro. Aktuell sind vor allem die sinkenden Verkaufszahlen von Luxusautos verantwortlich für den Rückgang. Der Umsatz in diesem Segment beträgt zwar stolze 545 Milliarden Euro, doch das entspricht einem Minus von 6 Prozent. Auch erlesene Weine und Spirituosen verzeichnen einen Rückgang von 5 Prozent und stehen bei 93 Milliarden Euro.
Der Kunstmarkt erlebt ebenfalls einen Abschwung mit einem Minus von 9 Prozent, was einem Umsatz von 31 Milliarden Euro entspricht. Der Bereich der persönlichen Luxusgüter sieht einen leichten Rückgang von 2 Prozent auf 358 Milliarden Euro. Allerdings sind hier Wechselkurseffekte schuld, welche die tatsächliche Stabilität verschleiern.
Unterdessen verlagert sich der Fokus des Luxus zunehmend auf Erlebnisse. Luxushotels, teure Restaurants und Luxuskreuzfahrten erleben ein Wachstum. Luxushotels legen um 3 Prozent auf 251 Milliarden Euro zu, und Restaurantbesuche steigern sich um 5 Prozent auf 74 Milliarden Euro. Luxuskreuzfahrten glänzen mit einem Anstieg von 10 Prozent auf 6 Milliarden Euro.
In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass China und Europa schwächeln, während im Nahen Osten weiterhin Wachstum prognostiziert wird. Die Anzahl der Luxusgüterkäufer ist rückläufig: Waren es 2022 noch 400 Millionen Menschen mit einer 60-prozentigen Kaufaktivität, so sind es heute lediglich 340 Millionen, von denen 40 bis 45 Prozent aktiv sind. Bain erwartet jedoch eine Rückkehr zu einer größeren Konsumentenbasis in der Zukunft.

