ROG Xbox Ally: Xbox-Chefin enthüllt die Strippenzieher hinter dem Preisschild
Mit dem jüngsten Launch der Asus ROG Xbox Ally und ihres leistungsstärkeren Pendants, der Ally X, entbrannte in der Gaming-Community postwendend eine hitzige Debatte über die ambitionierte Preisgestaltung. Während das Standardmodell mit 599,99 Euro schlägt, kratzt die X-Variante mit 899,99 Euro an einer psychologisch wichtigen Marke. Xbox-Präsidentin Sarah Bond hat nun in einem aufschlussreichen Gespräch Licht ins Dunkel gebracht und enthüllt, dass die entscheidenden Impulse für diese Kalkulation nicht allein aus Redmond stammten.
Die Strippenzieher hinter dem Preisschild
In dem Interview offenbarte Bond, dass die Preisgestaltung ein komplexer Prozess war, bei dem die Expertise des Hardware-Partners Asus eine absolut zentrale Rolle spielte. Anstatt die Kostenpunkte unilateral von der Xbox-Führungsetage diktieren zu lassen, verließ man sich auf die tiefgreifenden Marktkenntnisse des Herstellers. „Wir haben uns angesehen, wie wir den Leuten mehrere Optionen bieten können. Und es war wirklich Asus, denn dies ist ihre Hardware“, erläuterte die Präsidentin. Damit liegt die Federführung für die finale Bepreisung maßgeblich bei Asus und deren Analyse des Marktes, des Feature-Sets und der Wünsche der Zielgruppe.
Ein unerwarteter Triumph trotz hoher Preise
Besonders aufschlussreich ist die Reaktion des Marktes auf diese Preisstrategie. Entgegen der Befürchtung, dass insbesondere der hohe Preis des Ally X abschreckend wirken könnte, war die Nachfrage laut Bond überwältigend. Die Vorbestellungen für das teurere Modell übertrafen alle Erwartungen. „Wir waren im Xbox Store ausverkauft. Wir waren an einer Reihe anderer Orte auf der Welt sehr schnell ausverkauft“, bestätigte sie. Diese enorme Resonanz wertet die Xbox-Chefin als klare Bestätigung für das gebotene Preis-Leistungs-Verhältnis und die Attraktivität des Premium-Handheld-Konzepts.
Mehr als nur ein Handheld: Ein Blick in die Zukunft von Xbox
Dieser Erfolg bekräftigt für Bond eine lang gehegte Philosophie von Microsoft: Gaming soll wie jede andere Form der Unterhaltung überall und jederzeit verfügbar sein. Der Triumph des ROG Ally wird als realer Beweis für diese Vision gesehen. Gleichzeitig nutzte sie die Gelegenheit, um Ängste vor einem Ende der klassischen Konsole zu zerstreuen. Sie versicherte, dass Microsoft zu 100 % an zukünftiger Hardware arbeitet. Das Design und Prototyping der nächsten Konsolengeneration sei bereits in vollem Gange, befeuert von einem Chip, der in Partnerschaft mit AMD entwickelt wird. Der Handheld ist somit keine Ablösung, sondern eine innovative Ergänzung des Ökosystems.


