Russland fordert Rückkehr für festgesetzte Seeleute auf Tanker 'Marinera'
Das russische Außenministerium setzt sich vehement für die ungehinderte Rückkehr der Besatzung des im Nordatlantik von der US-Marine aufgebrachten Öltankers ein. Laut den Informationen aus Moskau beobachtet das Ministerium die Entwicklungen um den Tanker 'Marinera' – vor der Umbenennung als 'Bella-1' bekannt – aufmerksam. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Forderung nach einer würde- und respektvollen Behandlung der beteiligten russischen Staatsbürger. Besondere Sorge bereitet den russischen Behörden die humane Behandlung der Besatzung durch die amerikanische Seite. Man fordert die USA auf, die Rechte und Interessen der russischen Seeleute zu wahren und ihre baldmögliche Heimkehr sicherzustellen. Dies unterstreicht das Ministerium in einer Mitteilung, die auf Berichte russischer Nachrichtenagenturen zurückgeht.
Kritik am Vorgehen der USA äußert auch das russische Verkehrsministerium mit Verweis auf die UN-Seerechts-Konvention von 1982. Diese besagt, dass kein Staat das Recht hat, ordnungsgemäß registrierte Schiffe in internationalen Gewässern zu behindern.
Der Tanker verfügte ab dem 24. Dezember über eine vorläufige Genehmigung, die unter russischer Flagge ausgestellt und gemäß internationalem Recht erteilt wurde. Das Eingreifen des US-Militärs erfolgte dennoch aufgrund angeblicher Verstöße gegen US-Sanktionen und einer entsprechenden richterlichen Anordnung.

