Rivian: Unterbewerteter E-Auto-Pionier mit Potenzial für Kursgewinne
Rivian Automotive hat sich seit seinem Börsendebut im Jahr 2021 als äußerst volatile Aktie hervorgetan. Doch in der Marktdynamik liegen oft lohnenswerte Einstiegschancen verborgen. Nach einer jüngsten Kurskorrektur erscheint die Aktie aktuell zu günstig, um sie zu ignorieren. Ein bedeutender Grund untermauert den Handlungsbedarf noch vor Monatsende.
Der Elektrofahrzeughersteller hat seit der Markteinführung seiner beiden Luxusmodelle R1T und R1S beträchtliche Erfolge verzeichnet. Die Umsätze stiegen von bescheidenen 1 Million Dollar im September 2021 auf beeindruckende 5 Milliarden Dollar.
Dieses Umsatzwachstum könnte sich weiter fortsetzen, wenn die Einführung von drei preisgünstigeren Modellen – dem R2, R3 und R3X – gelingt. Anders als die hochpreisigen aktuellen Modelle sollen diese neuen Fahrzeuge für unter 50.000 Dollar erhältlich sein. Der Schritt könnte Rivian zu einem Wachstumssprung verhelfen, wie es der Model 3 und Model Y für Tesla schafften.
Verglichen mit anderen E-Auto-Herstellern wie Tesla und Lucid Group ist Rivian stark preisreduziert zu haben. Zum Beispiel wird Rivian derzeit mit nur dem 2,2-fachen des Umsatzes gehandelt, während Lucid und Tesla bei 6,5- beziehungsweise 12,3-maligen Umsatzbewertungen liegen. Würde Rivian ähnlich bewertet, könnte ein Kurspotenzial zwischen 200% und 600% realisiert werden.
Ein kurzfristiger Auslöser könnte den Bewertungsabstand schnell verringern. Die Marktskepsis rührt vor allem daher, dass Rivian bei jedem verkauften Fahrzeug erhebliche Verluste einfährt – zuletzt 39.000 Dollar pro Fahrzeug. Im Gegensatz dazu weisen etablierte Konkurrenten wie Tesla seit Jahren positive Bruttomargen auf.
Das Unternehmen steuert indes entschlossen in Richtung Bruttogewinnzone und könnte, laut Managementvorgaben, bereits im laufenden Quartal diese Profitabilität erreichen. Sollte Rivian das angekündigte Ziel erreichen, dürfte sich dies positiv auf den Aktienkurs auswirken.

