Ringen um Verfassungsrichterwahl: CSU mahnt zur Geduld
Die jüngste Diskussion um die Wahl der Verfassungsrichter sorgt für Unruhe im Bundestag. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann betont die Bedeutung der Ruhe und Besonnenheit bei der Entscheidung über ein geeignetes Kandidatenpaket für das Bundesverfassungsgericht. Dieser Prozess müsse mit dem gebotenen Respekt gegenüber dem Gericht, den Kandidaten und den entscheidenden Abgeordneten erfolgen.
Die Absetzung der Wahl von den Tagesordnungspunkten war die Folge eines wachsenden Widerstands innerhalb der Union gegenüber der SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf, obwohl sie zunächst von der Unionsführung mitgetragen worden war. Die SPD bleibt trotz dieser Meinungsverschiedenheiten bei ihrem Vorschlag und deutet an, dass Brosius-Gersdorf sich den Unionsabgeordneten vorstellen könnte. Hoffmann und ein Sprecher der CDU/CSU-Fraktion verzichteten jedoch auf einen Kommentar zu diesem Vorstoß und betonten stattdessen die Notwendigkeit interner Koalitionsgespräche.
Fraktionschef Jens Spahn und Kanzler Friedrich Merz haben sich bislang nicht öffentlich geäußert, obwohl am Sonntag von Merz ein Statement in einem ARD-Sommerinterview erwartet wird. Bis dahin liegt der Fokus verstärkt auf der internen Abstimmung und der Suche nach einem gemeinschaftlichen Kompromiss.

