Revolut-Mitarbeiter profitieren von Anteilsverkauf bei Rekordbewertung von 75 Milliarden Dollar
Revolut, das wertvollste Fintech Großbritanniens, ermöglicht seinen Mitarbeitern den Verkauf von bis zu 20 Prozent ihrer Anteile – und bewertet sich dabei mit 75 Milliarden Dollar. Für viele Beschäftigte bedeutet das den größten Liquiditätsgewinn seit Jahren.
Noch 2021 war das Unternehmen in einer Finanzierungsrunde unter Führung von SoftBank und Tiger Global mit 33 Milliarden Dollar taxiert worden. Ein Mitarbeiterverkauf im August 2024 brachte bereits 45 Milliarden Dollar, bevor Revolut im Juli eine weitere Kapitalerhöhung mit einer Mischbewertung von 65 Milliarden Dollar vorbereitete.
Die hohe Nachfrage von Bestands- und Neuinvestoren, so das Unternehmen in einem internen Dokument, sei auf die starke operative Entwicklung im vergangenen Jahr zurückzuführen. Revolut zählt inzwischen mehr als 50 Millionen Kunden weltweit, davon 11 Millionen im Heimatmarkt Großbritannien.
Die Mittel sollen die internationale Expansion beschleunigen. Konkret erwägt das Fintech den Kauf einer nationalen Banklizenz in den USA, um künftig in allen 50 Bundesstaaten Kredite vergeben zu können.
Zwar hat Revolut nach dreijähriger Prüfung im vergangenen Jahr die Banklizenz in Großbritannien erhalten, doch darf die Bank bislang nur Kundeneinlagen bis zu 50.000 Pfund entgegennehmen. Erst nach Abschluss der sogenannten Mobilisierungsphase könnte das Unternehmen sein Kreditgeschäft vollständig starten.


