Retro-Bit gesteht die Nutzung von Fan-Übersetzungen ohne Anerkennung ein
Retro-Bit Publishing hat eingeräumt, dass einige seiner wiederveröffentlichten 16-Bit-Spiele ungenannte Elemente aus bestehenden Fan-Übersetzungen enthalten. Dies folgt auf Vorwürfe, dass das Unternehmen für mindestens vier seiner SNES- und Mega Drive-Wiederveröffentlichungen Fan-Übersetzungen ohne Nennung der ursprünglichen Übersetzer übernommen hat.
Besonders brisant ist der Fall Gley Lancer, bei dem der Name eines Fan-Übersetzers sogar im japanischen Abspann erhalten blieb, was die unautorisierte Nutzung bestätigte.
In einer Erklärung gegenüber VGC übernahm Retro-Bit die volle Verantwortung für dieses Versäumnis. Das Unternehmen betonte, dass es sich um ein "unverantwortliches Versehen" handelte und versprach, sich mit den betroffenen Übersetzern in Verbindung zu setzen, um eine Lösung zu finden.
Als Konsequenz werden zukünftige Lokalisierungen vorerst pausiert, um die internen Prozesse zu überarbeiten. Retro-Bit versicherte, dass es nie die Absicht hatte, die Retro-Gaming-Community auszunutzen, und entschuldigte sich für das enttäuschte Vertrauen der Fans.

