Restriktive Einreiserichtlinien: Trump gegen Harvard
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump strebt an, den Zugang zur Elite-Universität Harvard für ausländische Studierende erheblich einzuschränken. Geplant ist eine zunächst auf sechs Monate befristete Regelung, die es fast allen ausländischen Staatsangehörigen untersagt, zu Studienzwecken oder im Rahmen von Austauschprogrammen nach Harvard zu reisen.
Eine endgültige Entscheidung über bereits erteilte Visa soll das US-Außenministerium treffen, wobei Personen, deren Aufenthalt im nationalen Interesse liegt, hiervon ausgenommen sind. Der Ursprung dieses Vorgehens liegt in der Auffassung der US-Regierung, dass Harvard ein ungeeignetes Ziel für internationale Studierende und Forscher geworden sei.
Präsident Trump fordert umfassendere Informationen von der Universität, um potenzielles Fehlverhalten ausländischer Studierender frühzeitig erkennen und verhindern zu können. Solange die von der Regierung verlangten Daten nicht bereitgestellt werden, soll der Zugang zu Harvard für Studierende aus dem Ausland eingeschränkt bleiben.
Im Hintergrund laufen bereits rechtliche Auseinandersetzungen darüber, ob die US-Regierung Harvard daran hindern kann, internationale Studierende aufzunehmen. Antreten gegen die Vorstöße aus Washington, erhielt Harvard kürzlich Unterstützung durch eine US-Bundesrichterin, die die Bestrebungen der Regierung vorerst blockiert.
Doch diese Entscheidung gilt noch nicht als endgültiger Triumph der Universität. Präsident Trump kritisiert Harvard und ähnliche Einrichtungen für ihre aus seiner Sicht linksliberale Haltung und ungenügende Maßnahmen gegen Antisemitismus.
Anders als viele andere Universitäten zeigt sich Harvard jedoch wenig geneigt, den politischen Vorgaben Washingtons nachzukommen, und zieht es vor, juristisch dagegen vorzugehen.

