Resident Evil Requiem: Der Stalker hasst Licht – was die Gamescom-Demo über Capcoms Horror-Comeback verrät
Capcoms neuester Ausflug ins Survival-Horror-Universum, Resident Evil Requiem, hat auf der Gamescom endlich die Karte auf den Tisch gelegt: Die spielbare Demo zeigt den gefürchteten Verfolger in voller Pracht – und legt zugleich dessen Achillesferse offen. Statt weiterer Fluchtbilder aus dem Hotel Wrenwood rückt die aktuelle Sequenz Grace in der Gegenwart ins Zentrum. Der Schauplatz: das Rhodes Hill Chronic Care Center, ein Ort, der antiseptisch wirken soll, aber nach jeder Ecke wie ein Schockraum für Nerven reagiert.
Ein Sanatorium des Schreckens
Der Albtraum beginnt auf einer Krankenhausbahre. Frisch aus dieser Fessel entkommen, erkundet Grace die unheilvollen, steril wirkenden Gänge der Anstalt. Die Atmosphäre ist dicht, zum Schneiden dick, und jeder knarrende Bodenbelag, jedes ferne Geräusch lässt den Puls höher schlagen. Ein Feuerzeug spendet spärliches Licht, ein leeres Etui für ein Farbband sorgt für ein nostalgisches Augenzwinkern in Richtung der alten Speicherpunkte. Doch die wohlige Nostalgie findet ein jähes Ende. Ein lebloser Körper auf dem Boden wird plötzlich von etwas aus den Schatten gerissen, mit einer Geschwindigkeit, die jeden Fluchtinstinkt aktiviert. Die Jagd hat begonnen.
Die Fratze des neuen Grauens
Zum allerersten Mal sehen wir die Kreatur in ihrer ganzen, abscheulichen Pracht. Dieses Stalker-artige Wesen ist eine Manifestation des Grauens, mit unnatürlich langen, schlenkernden Gliedmaßen und riesigen, seelenlosen Augen, die in der Dunkelheit zu leuchten scheinen. Es ist kein torkelnder Zombie oder ein brüllendes Ungetüm. Seine Bewegungen sind raubtierhaft, seine Präsenz ist eine ständige, erdrückende Bedrohung. Die Entwickler haben hier etwas erschaffen, das nicht nur durch seine Stärke, sondern durch seine pure, unheimliche Existenz terrorisiert. Ein stiller Jäger, dessen Anwesenheit schlimmer ist als jeder Jump-Scare.
Ein Licht in der tiefsten Finsternis
Während Grace in panischer Flucht durch die Korridore hetzt, wechselt die Perspektive nahtlos von der klaustrophobischen Ego-Sicht zur übersichtlicheren Third-Person-Ansicht. Und in dieser Flucht offenbart sich die entscheidende Schwachstelle des Monsters. Als es Grace in einen hell erleuchteten Raum verfolgt, zuckt es qualvoll zurück und weicht vor dem Lichtkegel zurück. Plötzlich wird klar: Licht ist hier mehr als nur ein Werkzeug zur Orientierung. Es ist deine einzige, flackernde Hoffnung. Es ist deine Waffe, dein Schild, dein einziger Anker in einem Meer aus Dunkelheit. Das Gameplay von Resident Evil Requiem scheint sich um diese faszinierende Mechanik zu drehen. Du musst lautlos durch die Gänge navigieren, Objekte werfen, um die Bestie abzulenken, und jeden Lichtstrahl wie ein Heiligtum nutzen, um zu überleben. Trotz aller Bemühungen findet die Kreatur Grace erneut, in einer finalen, herzzerreißenden Szene, in der sie voller Terror flieht und stolpert. Das Grauen erscheint am 27. Februar 2026 für Xbox Series X/S, PS5 und PC.


