Rentenstreit: Voigt stellt sich gegen längere Lebensarbeitszeit
Die von Katherina Reiche, der Bundeswirtschaftsministerin, angestoßene Debatte über eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit sorgt für hitzige Diskussionen in der politischen Landschaft Deutschlands. Inmitten dieser Kontroversen positioniert sich Mario Voigt, Ministerpräsident von Thüringen, entschieden gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters und hebt die Unzumutbarkeit für Menschen mit körperlich anspruchsvollen Berufen hervor.
Voigt mahnt, stattdessen sollte ein gerechtes Rentensystem entwickelt werden, das sowohl den langjährigen Beitragszahlern als auch den kommenden Generationen gerecht wird. Er plädiert für flexible Übergänge in den Ruhestand anstelle starrer Altersgrenzen, sodass es jedem Einzelnen überlassen bleibt, auch über das gesetzliche Rentenalter hinaus zu arbeiten, sollte der Wunsch bestehen.
Voigt unterstreicht die Bedeutung eines würdevollen Ruhestands und einer ausreichenden Rente, die das Leben im Alter sichert. Reiche, deren Äußerungen am Wochenende die Debatte erneut entfacht hatten, argumentiert mit den Herausforderungen des demografischen Wandels und einer weiter steigenden Lebenserwartung.
Sie sieht eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit als unausweichlich an. Die Forderung: mehr und länger arbeiten zu müssen, wird von Voigt vehement zurückgewiesen und als Beginn einer Belastungsdebatte interpretiert.

