Rente ab 70: CDU-Politiker Hagel setzt auf Verlängerung der Erwerbsphase
Im Zuge der Diskussion um die Zukunft des Rentensystems spricht sich der CDU-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, Manuel Hagel, für eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre aus. Er argumentiert, dass angesichts der steigenden Lebenserwartung eine längere Lebensarbeitszeit unausweichlich sei. Dies beträfe nicht die jetzige Generation, die kurz vor dem Ruhestand steht, sondern vielmehr seine eigene Generation und die seiner Kinder. Ein Renteneintritt mit 67 erscheine unter diesen Bedingungen zunehmend illusorisch.
Hagel plädiert für die Schaffung von Anreizen zur Mehrarbeit. Ein Ansatzpunkt sei es, Überstunden vollständig von Steuern und Sozialabgaben zu befreien. Zudem solle das Modell der Aktivrente auf Beamtinnen, Beamte sowie Selbstständige ausgeweitet werden. Im direkten Vergleich mit der Schweiz arbeiteten Deutsche aktuell rund 200 Stunden pro Jahr weniger. Hier sieht Hagel Nachholbedarf und ruft dazu auf, sich Aufgaben zu stellen, die in der Vergangenheit als zu belastend betrachtet wurden.

