Rekordrallye bei Gold: Talfahrt vorerst gestoppt
Der Edelmetallmarkt zeigt sich wieder lebhaft: Der Goldpreis kletterte am Mittwoch über die psychologisch bedeutsame Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze. Ausschlaggebend hierfür waren die Hoffnungen auf sinkende Zinsen in den USA. Londoner Börsennotierungen schrieben das schimmernde Metall am Vormittag mit 4.027 Dollar fest, was einem Anstieg um etwa 75 Dollar im Vergleich zum Vortag entsprach.
In den vorangegangenen Handelstagen litt Gold unter Druck, insbesondere durch Gewinnmitnahmen, die nach einer Entspannung im Zollstreit zwischen den USA und China einsetzten. Nach einem beeindruckenden Rekordhoch von 4.381 Dollar in der Vorwoche sank der Goldpreis bis Dienstag auf 3.886 Dollar, bevor er wieder an Fahrt gewann.
Seit dem 20. Oktober ist der Goldpreis um rund acht Prozent gefallen. Dennoch bleibt der Kursgewinn seit Jahresbeginn beachtlich, mit einem Plus von über 50 Prozent. Marktanalysten führen die jüngste Erholung vor allem auf die erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend zurück, bei der eine Reduzierung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte erwartet wird. Weitere Senkungen im Dezember scheinen ebenfalls wahrscheinlich.
Diese Zinsspekulationen fördern traditionell die Goldpreise, da das Edelmetall keinen Ertrag in Form von Marktzinsen bietet. Andere Faktoren, die den Goldpreis beeinflussen, sind geopolitische Spannungen, protektionistische Handelspolitiken und rege Goldkäufe von Zentralbanken.

