Rekordhöchststände bei zivilen Opfern in der Ukraine im Juni verzeichnet
Die jüngsten Zahlen der Vereinten Nationen werfen ein bedrückendes Licht auf die humanitäre Lage in der Ukraine: Im Juni erreichte die Zahl der zivilen Opfer infolge russischer Angriffe den höchsten Stand seit drei Jahren. Laut der UN-Menschenrechtsmission wurden 232 Personen getötet, während 1.343 weitere Verletzungen erlitten. Das letzte Mal war die Situation im Mai 2022 ähnlich gravierend, als die Konfliktintensität im Zuge des Kriegsausbruchs einen dramatischen Anstieg erlebte.
Ein bedeutsamer Anteil der betroffenen Zivilbevölkerung – mehr als die Hälfte – geriet durch Raketen- und Drohnenangriffe auf das ukrainische Hinterland in Mitleidenschaft, weitab der direkten Frontlinien. Dieser Anstieg geht mit einer zehnfachen Erhöhung des Einsatzes solcher Waffen durch das russische Militär einher. Im Vergleich dazu blieben die zivilen Opferzahlen in von Russland kontrollierten Territorien, mit lediglich zwei Prozent, vergleichsweise niedrig.
Seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 dokumentierten die UN über 13.500 getötete und mehr als 34.100 verletzte Zivilisten. Die UN-Beobachter räumen jedoch ein, dass die tatsächlichen Zahlen wahrscheinlich höher liegen, da der Zugang zu den von Russland verwalteten Gebieten im Osten der Ukraine stark eingeschränkt ist.

