Rekordgewinne und Ermittlungen: Deutsche Bank im Fokus
Die Deutsche Bank hat 2025 ein bemerkenswertes Vorsteuerergebnis von über 9,7 Milliarden Euro erzielt, das als das höchste in ihrer Geschichte gilt. Der Nettogewinn liegt bei 6,1 Milliarden Euro, knapp unter dem historischen Höchststand von 2007. Vorstandschef Christian Sewing verkündete ambitionierte Pläne: Die Dividende je Aktie wird auf 1,00 Euro erhöht, und es sind weitere Aktienrückkäufe geplant. Sewing sieht die Bank auf einem vielversprechenden Weg, ein führender europäischer Akteur zu werden.
Dennoch liegt ein Schatten über diesen Erfolgszahlen, da die Bank erneut durch Untersuchungsvorgänge aufgrund von Geldwäscheverdacht erschüttert wurde. Ermittler haben die Geschäftsräume in Frankfurt und Berlin wegen früherer Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Firmen durchsucht, die im Verdacht stehen, in Geldwäsche verwickelt zu sein. Trotz dieser Vorwürfe hält die Deutsche Bank an ihrem Kurs fest und verspricht umfassende Zusammenarbeit mit den Behörden, um die Angelegenheiten zu klären.
Insiderquellen besagen, dass die Ermittlungen in Verbindung mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch stehen, der auf der EU-Sanktionsliste steht. Frühere Vorwürfe gegen die Bank aufgrund von Mängeln beim Erkennen und Melden von Geldwäsche hatten bereits zu Bußgeldern geführt. Die Bafin beaufsichtigte das Institut bis Ende 2024, um Fortschritte in den Maßnahmen gegen Finanzkriminalität zu beobachten.
Gleichzeitig zeigt sich die Ertragskraft der Deutschen Bank in all ihren Geschäftsbereichen. Besonders die Investmentbank war entscheidend für den Gewinnsprung, mit einer Steigerung des Vorsteuerergebnisses um 20 Prozent. Auch die Unternehmensbank und die Privatkundenbank verzeichneten erhebliche Wachstumsraten, während die Fondsgesellschaft DWS ein herausragendes Jahr mit einem um 55 Prozent gestiegenen Vorsteuergewinn berichtete.
Die Kennzahlen des vergangenen Jahres deuteten bereits auf eine Aufwärtstendenz hin. Sewing und der Vorstand haben ehrgeizige Ziele: Bis 2025 wird eine Eigenkapitalrendite über 13 Prozent angestrebt und der kürzlich erreichte Wert von 10,3 Prozent gilt als Meilenstein. Sewings Änderungen seit seinem Amtsantritt 2018 scheinen die Bank nachhaltig auf einen Wachstumspfad gelenkt zu haben, was durch sechs aufeinanderfolgende profitable Jahre belegt wird.

