Redcare Pharmacy unter Druck: dm plant den Einstieg ins Apothekengeschäft
Die Aktien von Redcare Pharmacy geraten am Donnerstag erneut unter Druck und nähern sich ihrem Jahrestief von 86,20 Euro, nachdem sie fast sieben Prozent an Wert verloren haben. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit den jüngsten Ankündigungen der Drogeriekette dm, die ihren strategischen Fokus weiter ausbauen möchte.
Christoph Werner, Vorstandsvorsitzender von dm, ließ in einem Interview mit dem 'Manager Magazin' verlauten, dass das Unternehmen plane, die Rolle sowohl eines Arztes als auch eines Apothekers zu übernehmen. Mit knapp zwei Millionen täglichen Kundenkontakten sieht Werner darin einen deutlichen Vorteil gegenüber den reinen Onlineapotheken.
Studien hätten gezeigt, dass dm das Vertrauen der Kunden genieße, auch wenn es um das erweiterte Sortiment gehe. Der Drogeriemarktführer beabsichtigt, zunächst nicht verschreibungspflichtige Produkte und apothekengeführte Dermokosmetik ins Sortiment aufzunehmen. Dass in Zukunft weitere Gesundheitsprodukte dazu kommen könnten, stellt Werner offen in Aussicht, denn 'man soll ja niemals nie sagen.'

