Raum für Vielfalt schaffen: So lassen sich Behandlung von und Umgang mit trans* und nichtbinären Personen verbessern
Spezialisierte und zum Thema weitergebildete Ergotherapeut:innen bieten trans* und nichtbinären Menschen gendersensible, kompetente Gesundheitsversorgung an

21. April 2026, 10:53 Uhr · Quelle: LifePR
Raum für Vielfalt schaffen: So lassen sich Behandlung von und Umgang mit trans* und nichtbinären Personen verbessern
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Die wachsende Sichtbarkeit von trans* und nichtbinären Personen erfreut die einen und löst bei anderen Ressentiments aus. Ergotherapeut:innen erarbeiten gemeinsam mit ihren Klient:innen Bewältigungsstrategien für Alltagshürden und ermitteln, welche Faktor
K* Stern schult Ergotherapeuten, um trans* und nichtbinäre Personen besser zu unterstützen und Diskriminierung entgegenzuwirken.

Karlsbad, 21.04.2026 (lifePR) - Trans* und nichtbinäre Personen zeigen sich verstärkt als Teil der Gesellschaft und stehen selbstbewusst zu ihrer Identität. „Gleichzeitig nehmen Diskriminierung und Hasskriminalität gegen die sogenannten LSBTIQ* Communities, wie sich lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* nichtbinäre und queere Menschen zusammenfassend bezeichnen, zu“, bedauert K* Stern diese Entwicklung, die im Widerspruch zu einer demokratischen, liberalen, toleranten Gesellschaft steht und zudem die Menschenrechte missachtet. K* Stern arbeitet unter anderem als Dozent:in und Trainer:in und bringt Ergotherapeut:innen im Rahmen der Akademie des DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) Wissen über trans* und nichtbinäre Menschen näher. Ergotherapeut:innen unterstützen seit jeher die Teilhabe von Klient:innen in allen Arbeits- und Alltagsbereichen und können deshalb gezielt ansetzen: Bei der sozialen Teilhabe im Alltag, der psychischen Gesundheit, der Begleitung einer Transition und dem Umgang mit Diskriminierungserfahrungen.

Es ist keine Entscheidung, lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter, nichtbinär und queer zu sein: Es ist ein Fakt, der auf etwa 11-12 % der Bevölkerung in Deutschland zutrifft, so die Zahlen von IPSOS und Statista. Hinzu kommen diejenigen, die (noch) keinen Anlass hatten, ihre Geschlechtlichkeit oder Sexualität mit anderen beziehungsweise öffentlich zu teilen. „Wer zu sich selbst steht, zeigt Stärke und Selbstakzeptanz“, betont K* Stern.

Missachten ist strafbar: Grundrechte gelten für alle und sind zum Minderheitenschutz da

Trans* oder nichtbinäre Personen sind zwar sichtbarer geworden, sie sehen sich jedoch weiterhin unnötig und zu Unrecht oft mit Unverständnis, Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt konfrontiert. Das bestätigt neben anderen zuständigen Behörden und Einrichtungen das BKA (Bundeskriminalamt) in seinem aktuellen Lagebericht. Wer Gewalt ausübt oder andere ausgrenzt, macht sich strafbar; solche Handlungen dürfen in einer demokratischen, liberalen, friedlichen und freiheitlichen Gesellschaft keinen Platz finden. Dazu ist es nötig, jedweder Form von Gewalt den Boden zu entziehen: Wer die (Menschen-)Rechte anderer missachtet, darf sich nicht sicher fühlen. Übergriffe auf andere Menschen stellen eine Verletzung des Grundrechts dar und sind kriminelle Taten. Niemand – weder Betroffene noch Außenstehende – sollte davor zurückschrecken, sich zur Wehr zu setzen, Hilfe zu holen, Zivilcourage zu zeigen und Anzeige zu erstatten, angefangen bei Äußerungen und erst recht bei körperlichen Übergriffen. Der DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), der sich für Diversität einsetzt, plädiert dafür, für mehr Sicherheit und geschützte Räume für trans* und nichtbinäre Menschen zu sorgen, auch in Hinblick auf die Gesundheitsversorgung.

Fortbildung: vermittelt Ergotherapeut:innen Wissen zu trans* und nichtbinären Personen

Der DVE bietet im Rahmen seiner Akademie entsprechende Fortbildungen für Ergotherapeut:innen an. Dort erhalten die teilnehmenden Ergotherapeut:innen von Dozent:in K* Stern zunächst Impulse für eine respektvolle und inklusive Sprache, organisatorische Praxistipps sowie medizinisches, rechtliches und psychosoziales Hintergrundwissen zu Geschlechtervielfalt. In der Folge beleuchtet K* Stern Lebenssituationen von trans* und nichtbinären Menschen ebenso wie typische Verläufe von Transitionsprozessen. Dabei werden nicht nur Herausforderungen sichtbar, sondern auch die vielen Stärken von trans* Personen und die emotionale Bedeutung einer Transition. Im Transitionsprozess gibt es immer zwei Seiten: Zum einen die schönen, stärkenden Emotionen die aufkommen, wenn das Empfinden und das Körperliche in Einklang kommen. Zum anderen tun sich gleichzeitig Hürden auf: In der Transition kommt es immer wieder zu Diskrepanzen; Erklärungen werden nötig, da das Äußere in den Augen der anderen nicht mehr zu dem alten oder noch nicht zu dem neuen Namen in den Ausweisdokumenten passt. Das kann verstärkt zu Missverständnissen und sogar zu Stresssituationen führen.

Erfolgsorientierte ergotherapeutische Therapieplanung für trans* und nichtbinäre Personen: Perspektivwechsel + 360°-Blick

Es gehört zu den Grundprinzipien von Ergotherapeut:innen, dass eine Therapie umso erfolgreicher ist, je mehr Gegebenheiten bekannt sind, die einen Einfluss auf den Alltag ihrer Klient:innen haben. Unter diesem Gesichtspunkt geht es in der Fortbildung von K* Stern außer um Strategien, die trans* und nichtbinären Klient:innen helfen, prekäre Alltagssituationen geschickt zu meistern, auch um die Therapieplanung. Ergotherapeut:innen berücksichtigen üblicherweise alles, angefangen von persönlichen Ressourcen bis hin zu gesellschaftlichen Einflussfaktoren. Doch welche Aspekte sind speziell für trans* oder nichtbinäre Personen relevant und wie können diese Faktoren in die ergotherapeutische Intervention einfließen? „Erst wer sich mit dem Alltag von nichtbinären Personen oder trans* Frauen und Männern auseinandersetzt, kann deren Anliegen besser verstehen“, sagt K* Stern. Ein besonderer Fokus liegt also auf dem Perspektivwechsel: In Selbsterfahrungseinheiten ermöglicht K* Stern den teilnehmenden Ergotherapeut:innen, sich aus der Perspektive von trans* und nichtbinären Menschen in alltägliche Situationen einzufühlen. Öfter einen Perspektivwechsel einzunehmen – sprich, sich in die Situation anderer hineinzuversetzen – empfiehlt sich ohnehin für alle Menschen und fördert das gesellschaftliche Miteinander. Ebenso wie die Haltung, andere respektvoll zu behandeln, so, wie man es sich selbst von anderen wünscht und erwartet.

Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter https://dve.info/service/therapeutensuche. Zum Podcast gerne hier entlang: https://dve-podcast.podigee.io/. Außerdem: https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/ und Deutscher Verband Ergotherapie e.V. - DVE | Facebook

Verbraucher & Recht / Trans* / Nichtbinär / Ergotherapie / Diskriminierung / Diversität / Menschenrechte
[lifepr.de] · 21.04.2026 · 10:53 Uhr
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