Rätselhafter Kabelschaden in der Ostsee: Ermittlungen ohne Ergebnis
Die lettischen Behörden haben Entwarnung gegeben: Ein zunächst verdächtigtes Schiff ist laut aktuellen Ermittlungsergebnissen doch nicht für den kürzlichen Schaden an einem Unterseekabel vor der Küste Lettlands verantwortlich. Nach umfassenden Untersuchungen, die keine Belege für eine Verbindung des Schiffes mit der Beschädigung lieferten, konzentrieren sich die Ermittlungen auf andere Ursachen. Ob böswillige Absicht oder schlicht widrige Wetterbedingungen dahinterstecken, bleibt jedoch weiterhin unklar.
Im Fokus steht ein Vorfall aus den lettischen Hoheitsgewässern, wo jüngst ein Glasfaserkabel eines privaten Betreibers beschädigt wurde. Vor Ort in Liepaja, der drittgrößten Stadt Lettlands, inspizierten Ermittler einen norwegischen Frachter, der nach Plan Holz beladen hatte und kooperativ alle relevanten Informationen bereitstellte. Trotz der Inspektion von Anker, technischer Ausrüstung und Logbüchern, deutet nichts auf eine Beteiligung des Frachters hin. Das Schiff erhielt daraufhin grünes Licht, seine geplante Route fortzusetzen.
Angesichts wiederholter Beschädigungen von Unterwasserleitungen in der Ostsee wächst die Besorgnis über mögliche Sabotageakte. Das in Liepaja betroffene Kabel verbindet die Stadt mit Sventoji in Litauen. Die Arbeiten zur Wiederherstellung verlaufen schleppend, voraussichtlich abhängig von den Wetterbedingungen in den kommenden Wochen. Mit Spannung werden zudem die Ursachenermittlungen der jüngsten Vorfälle entlang der Leitungsknoten Estlands und Finnlands verfolgt, die ebenfalls Spuren eines möglichen Eingriffs aufweisen.

