Rätsel um Irans Uran: Trump zweifelt an Verlagerung vor US-Angriff
US-Präsident Donald Trump äußerte Zweifel an Berichten, wonach der Iran angereichertes Uran vor den jüngsten US-Angriffen in Sicherheit gebracht haben könnte. In einem Interview mit Fox News wies er Spekulationen zurück und erklärte, dass es keine Verlagerungen gegeben habe. Der überraschte Angriff habe dem Iran keine Zeit für entsprechende Maßnahmen gelassen und es sei logistisch komplex, Uran zu transportieren.
Trump hob hervor, dass es Hinweise auf Aktivitäten in einer tief gelegenen Anlage kurz vor dem Angriff gegeben habe. Obwohl er den Namen der Fordo-Anlage nicht erwähnte, beschrieb er Beobachtungen von Bauarbeitern und Fahrzeugen, die versuchten, Schutzeingänge zu versiegeln. Diese Maßnahmen sollten offenbar einen Treffer durch die US-Waffe mildern, die laut Trump diese Versiegelungen jedoch "durchschlagen wie Butter" habe.
International gibt es weiterhin große Sorge über das iranische Atomprogramm. Ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weist darauf hin, dass der Iran mehr als 400 Kilogramm Uran mit einer Reinheit von nahezu waffentauglichen 60 Prozent besitzt. Obwohl die iranische Regierung stets betont, keine Atomwaffen bauen zu wollen, wächst in vielen Ländern die Besorgnis über die dichter werdende Bedrohung.
IAEA-Chef Rafael Grossi äußerte in einem CBS-Interview die Dringlichkeit, den Standort des angereicherten Urans zu bestätigen.

