Hyperliquid (HYPE) im Fokus: Grayscales aktueller Bericht über die Zukunft

Am Dienstag erreichte der Hyperliquid-Token (HYPE) ein neues Allzeithoch von $65, was die Kryptowährung kurzzeitig in die Top Ten nach Marktkapitalisierung katapultierte und das Interesse an der Plattform neu entfachte.
Am Mittwoch veröffentlichte Grayscale Research einen Bericht, der erklärt, warum Hyperliquid bisher so erfolgreich war, wie es über den Krypto-Handel hinaus expandiert ist und worauf Investoren als Nächstes achten könnten.
Hyperliquid über Krypto-Perpetuals hinaus
In seinem Bericht erklärte Grayscale, dass das Wachstum von Hyperliquid nun mit den größten Krypto-Derivatebörsen vergleichbar ist, wobei die Aktivitäten parallel zum offenen Interesse und den Gebühren zugenommen haben.
Das Unternehmen stellte fest, dass Hyperliquid im Jahr 2025 ein Volumen von etwa $2,9 Billionen in Perpetual Futures gehandelt hat und derzeit ein offenes Interesse von rund $7 Milliarden hält.
Grayscale stufte Hyperliquid als die dritt- oder viertgrößte Perpetual Futures-Börse nach offenem Interesse ein und betonte, dass Volumen, offenes Interesse, Gebühren und Marktbekanntheit gemeinsam gestiegen sind, während die Plattform begonnen hat, von krypto-nativen Produkten auf ein breiteres Spektrum handelbarer Exposures zu expandieren.
Ein zentrales Thema von Grayscale war, dass Hyperliquid seine Expansion nicht auf traditionelle Krypto-Perpetuals beschränkt hat. Stattdessen hat es sich durch einen offenen Architekturansatz auf ein breiteres Produktspektrum zubewegt.
Erfolg von HIP-3 und HIP-4
Neue Funktionen werden über Hyperliquid Improvement Proposals (HIPs) eingeführt, und diese Produkte werden von Drittanbietern entwickelt und bereitgestellt, nicht von den ursprünglichen Entwicklern von Hyperliquid.
Grayscale hob HIP-3 als bedeutenden Schritt in diese Richtung hervor. HIP-3 ermöglicht es Entwicklern, neue Perpetual-Märkte zu starten, einschließlich nicht-krypto-basierter Vermögenswerte wie Aktien, Rohstoffe und indexbasierte Produkte.
Grayscale erklärte, dass die Volumendaten diese Sichtweise unterstützen. Während des Silberanstiegs im Februar erreichten die Silber-HIP-3-Perpetuals Berichten zufolge ein tägliches Volumen von mehr als $4 Milliarden. Am 5. Februar 2026 handelte das HIP-3-Silber-Perpetual-Volumen etwa 1% des nominalen Volumens der COMEX-Silberkontrakte.
Aufbauend auf diesem Momentum verwies Grayscale auf HIP-4, das als Erweiterung des Modells auf Ergebnis-Märkte beschrieben wird – binäre Optionen, die Vorhersagemarktverträgen ähneln.
Vier Gründe für das Wachstum der Plattform
Neben der Produkterweiterung nannte Grayscale mehrere Gründe, warum Hyperliquid sich abheben konnte. Der Bericht betonte den Produktfokus und argumentierte, dass Hyperliquid um den Anwendungsfall des Perpetual-Handels herum aufgebaut wurde, anstatt den Handel als eines von vielen Merkmalen zu behandeln.
Grayscale ist der Ansicht, dass dies der Plattform ermöglichte, das zu priorisieren, was aktive Händler am meisten interessiert: schnelle Auftragserfassung, zuverlässige Ausführung, klare und lesbare Positionen sowie eine benutzerfreundliche Börsenoberfläche.
Das Unternehmen hob auch die Verteilung hervor und argumentierte, dass der Builder-Code- und Frontend-Ansatz Drittanbietern einen Grund gibt, Nutzer in denselben Liquiditätspool zu leiten, anstatt die Aufmerksamkeit auf separate Plattformen zu fragmentieren.
Grayscale fügte hinzu, dass die Wirtschaftlichkeit bereits bedeutend war; es zitierte die Integration von Hyperliquid-Perpetuals durch Phantom über Builder-Codes und stellte fest, dass Phantom etwa $19,7 Millionen aus weitergeleiteten Handelsgebühren verdient hat.
Schließlich war die Token-Verteilung von Hyperliquid so strukturiert, dass sie Plattformnutzer belohnt, anstatt Risikokapitalgeber oder vorab ausgewählte Insider, was laut Grayscale zu einer anderen Art von frühem Eigentum beigetragen hat.
Wesentliche Risiken für HYPE
Trotz der optimistischen Wachstumsprognose warnte Grayscale die Investoren, sowohl bekannte Krypto-Risiken als auch einige plattformspezifische Bedenken zu berücksichtigen. Es wurde festgestellt, dass die annualisierte Preisvolatilität von HYPE etwa 80% beträgt, was ungefähr 40 Prozentpunkte höher ist als bei Bitcoin.
Grayscale fügte hinzu, dass das Wachstumspotenzial von Hyperliquid teilweise von Änderungen der US-Finanzdienstleistungsregulierung abhängt, die den Zugang zu einem breiteren Nutzerkreis ermöglichen könnten. Ohne diese Veränderungen warnte Grayscale, dass die Expansion der Plattform möglicherweise hauptsächlich auf andere Jurisdiktionen beschränkt bleibt, was das Wachstumspotenzial begrenzen könnte.
Dennoch lautete die abschließende Botschaft des Berichts, dass Hyperliquid, wenn es weiterhin erfolgreich agiert, seine Community behält und ausbaut und von regulatorischen Entwicklungen profitiert, die eine breitere Akzeptanz ermöglichen, zu einem "Finanzdienstleistungs-Giganten" werden könnte.

