Quantum Computing: Ein Wettlauf um die Zukunft
Die Welt der Technologie ist in heller Aufregung, seit Nvidia-Chef Jensen Huang kürzlich erklärte, dass es noch Jahrzehnte dauern könnte, bis Quantencomputer nützliche Anwendungen im Mainstream finden. Diese Aussage löste auf den Märkten erhebliche Zweifel an den Wachstumsperspektiven dieser Technologie aus und brachte Aktien aus dem Quantencomputing-Sektor erheblich unter Druck.
Doch nicht alle teilen Huangs skeptische Einschätzung. Dr. Alan Baratz, CEO von D-Wave Quantum, widerspricht vehement und weist darauf hin, dass Quantencomputing bereits heute in der Praxis angewendet wird. "Unsere Quantencomputer werden bereits in Geschäftsabläufen genutzt", betont Baratz gegenüber TheStreet und führt aus, wie Unternehmen wie NTT Docomo mit der Technologie arbeiten, um Ressourcen effizienter zu nutzen.
Quantencomputer nutzen die Gesetze der Quantenmechanik und setzen auf Quantenbits, sogenannte Qubits, um Aufgaben deutlich schneller als herkömmliche Computer zu lösen. Dieser technologische Fortschritt weckt besonders im Zuge der aktuellen KI-Revolution großes Interesse, da der Bedarf an Rechenleistung unaufhörlich steigt.
Obwohl prominente Technologiekonzerne wie IBM, Google und Amazon an verschiedenen Quantenansätzen arbeiten, betont Baratz die Einzigartigkeit von D-Waves Ansatz. Anders als die Konkurrenz benötigt ihr System keine Fehlerkorrektur und ist somit schon heute kommerziell nutzbar.
Unternehmen aus verschiedensten Branchen, von Telekommunikation über Automobil bis hin zu Lebensmittelhandel, sind bereits von den Vorteilen des Quantencomputings überzeugt. Die Optimierung von Geschäftsprozessen steht hierbei im Vordergrund, und es scheint, dass der Optimierungs-Aspekt zum "Killer-Feature" dieser Technologie avancieren könnte.
Baratz ist überzeugt: "In der quantenmechanischen Berechnung liegt die Zukunft." Man darf gespannt sein, welche weiteren Anwendungsbereiche diese revolutionäre Technologie noch erobern wird.

