DOOM-Studio deutet große Überraschungen an – id Software feiert 35 Jahre
Wenn ein Studio wie id Software Geburtstag feiert, hört die Shooter-Welt zu. Vor allem Fans von Ego-Shootern. Die Entwickler hinter DOOM-, Quake- und früheren Wolfenstein-Spielen haben zum 35-jährigen Jubiläum nicht nur zurückgeblickt, sie haben auch klar gemacht, dass noch etwas kommt.
In einem neuen Video bedanken sich Studio Director Marty Stratton und Game Director Hugo Martin bei den Fans und sprechen offen über kommende Pläne. Konkrete Details bleiben zwar aus, aber die Botschaft ist eindeutig: Diese Feier wird größer als nur ein Rückblick.
Stratton spricht davon, dass das Team „eine Menge in dieser Woche“ plane, um das Jubiläum mit den Fans zu feiern. Zusätzlich soll sich das Studio nicht nur auf dieses Jahr beschränken.
Martin ergänzt, dass Fans „dranbleiben“ sollen, da noch „viel mehr“ geplant sei. Solche Formulierungen klingen nach mehr als nur Social-Media-Posts. id Software ist bekannt dafür, Jubiläen mit besonderen Inhalten, Updates oder Einblicken in die Entwicklungsgeschichte zu verbinden.
Ein neues DOOM ist unwahrscheinlich, was bringt id Software 2026?
Ein komplett neues DOOM-Hauptspiel ist zwar eher unwahrscheinlich, schließlich erschien DOOM: The Dark Ages erst 2025. Doch das heißt nicht, dass nichts Größeres möglich ist. Erweiterungen, spezielle Events, Dokumentationen, Remaster-Aktionen oder exklusive Inhalte rund um Klassiker wären realistisch.
Gerade id Software hat eine Geschichte voller Meilensteine. Von den frühen PC-Revolutionen bis zu modernen Blockbustern hat das Studio das Shooter-Genre mehrfach neu definiert. Ein Jubiläum bietet die perfekte Gelegenheit, diese Entwicklung zu feiern und vielleicht neue Projekte anzuteasen. Immerhin wissen wir noch nicht, woran die Shooter-Veteranen als Nächstes arbeiten.

DOOM erschien erstmals am 10. Dezember 1993 für MS-DOS. Die leitenden Entwickler damals: John Carmack, John Romero und Tom Hall. – Bild: id Software
Pioniere für den PC-Gaming-Markt
Anfang der 90er war PC-Gaming noch technisch eingeschränkt. Genau hier setzte id Software an. Mit Wolfenstein 3D (1992) zeigte das Team, wie sich eine 3D-ähnliche Welt aus der Ego-Perspektive anfühlen kann. Es war nicht nur ein Spiel, sondern ein Beweis, dass Shooter auf dem PC funktionieren. Aber nicht Wolfenstein sorgte dafür, dass das Shooter-Genre am PC „explodierte“. Es war der Höllenritt. DOOM war nicht nur technisch beeindruckend, sondern auch kulturell ein Phänomen. LAN-Partys, Mods und eigene Level. id Software lieferte das Modding-Werkzeug, mit denen wir uns Jahre beschäftigten.
Mit Quake ging id Software noch einen Schritt weiter. Vollwertige 3D-Grafik, komplexe Multiplayer-Modi und eine Engine, die von anderen Studios, wie Valve für Half-Life, genutzt wurde. Quake (1996) war nicht nur ein Spiel, sondern eine technische Plattform. Viele Entwickler bauten darauf auf. Ohne Quake II (1997) hätten nur nicht Gordon Freeman auf Xen erlebt (in Half-Life, 1998), sondern auch kein Counter-Strike (2000) jemals gespielt. id Software waren PC-Engine-Pioniere. Darauffolgende Engine setzten neue Maßstäbe in puncto Performance und Optik. Neuinterpretationen von DOOM und weitere Shooter, die den Fokus auf Tempo, Präzision und Spielgefühl legten.

Counter-Strike war ursprünglich ein Half-Life-Mod. Übrigens waren die ersten Beta-Maps „Siege“ und „Assault“ (Beta 1.1). Die ikonische „Dust“-Map erschien erst in der vierten Beta. „Dust 2“ kam erst in der Version 1.1. – Bild: Valve
id Software hat überlebt, viele andere nicht
Viele Studios aus den 90ern existieren heute nicht mehr oder haben ihre Identität verloren. id Software dagegen veröffentlicht weiterhin große Titel wie DOOM: The Dark Ages und bleibt seinem Kern treu: schnelle Action, starke Technik, klares Design. Dass ein Studio mit so viel Geschichte noch immer auf diesem Niveau produziert, ist tatsächlich ungewöhnlich. Und genau deshalb ist das 35-jährige Jubiläum mehr als nur ein Datum. Es fühlt sich an, wie ein Studio das unsterblich ist. Ein Mentor, der immer weiter lebt.
Auch wenn wir zum 35. Geburtstag kein neues DOOM bekommen werden, ist es trotzdem ein großes Ereignis. Wenn ein Studio mit so viel Geschichte sagt, dass „noch viel kommt“, lohnt es sich, genau hinzusehen.


