Mondmission "Artemis 2": Aufbruch verschoben, Entschlossenheit bleibt
Die ehrgeizige Mondmission "Artemis 2" der NASA muss nach einem Vorfall bei einem vorbereitenden Test nach hinten verschoben werden, wie NASA-Chef Jared Isaacman bekanntgab. Der Start, ursprünglich für den Februar avisiert, wird frühestens im März erfolgen können. Diese Entscheidung fiel nach einem unbemannten Bodentest, dessen Ergebnisse auf der Plattform X kommuniziert wurden. Das derzeitige Startfenster erstreckt sich dennoch bis in den April und bietet somit etwas Spielraum für Anpassungen und Optimierungen.
Das Hauptziel dieser Mission ist es, erstmals seit dem Jahr 1972 wieder Menschen in die Nähe des Mondes zu transportieren, mit dem Fernziel bemannter Mondlandungen. Ein sogenanntes "Wet Dress Rehearsal" am Weltraumbahnhof Cape Canaveral offenbarte technische Hürden: Ein Leck verursachte Probleme beim Betankungsprozess mit tiefkaltem flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff, während Kälte einige Kameras beeinträchtigte und die Audioübertragung zum Kontrollzentrum in Houston temporär ausfiel.
In seiner Stellungnahme betonte Isaacman die Wichtigkeit solcher Tests, um Schwachstellen zu identifizieren und vor dem eigentlichen Start zu beheben. Die vollständige Auswertung der gesammelten Daten müsse jedoch abgewartet werden, bevor ein neuer spezifischer Starttermin festgelegt werden könne.
Während des Tests wurden zwar zahlreiche Startprozesse simuliert, die Astronautencrew bestehend aus Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und dem kanadischen Astronauten Jeremy Hansen nahm jedoch nicht aktiv daran teil. Die Astronauten waren in Texas in Quarantäne, sollen jedoch aufgrund der Verschiebung dieser nun vorerst verlassen können.

