Puma unter Druck: Herausforderungen erfordern drastische Maßnahmen
Die jüngsten Entwicklungen beim Sportartikelhersteller Puma aus Herzogenaurach verdeutlichen beachtliche Herausforderungen: Nach einem signifikanten Gewinnrückgang im Vorjahr stehen die Aussichten für 2025 unter einem schwierigen Stern. Handelsspannungen, vorsichtige Konsumenten und volatile Wechselkurse belasten das Unternehmen schwer.
Vor diesem Hintergrund warnt Konzernchef Arne Freundt vor einem "herausfordernden Jahr 2025" und versucht mit einem umfassenden Sparprogramm gegenzusteuern. Der harte Wettbewerb mit dem Lokalrivalen Adidas wird immer deutlicher, insbesondere nachdem Puma seine Margenziele nach hinten verschoben hat.
Die Reaktion der Investoren war prompt und besorgniserregend: Die im MDax gelistete Aktie verlor am Mittwoch fast ein Viertel ihres Wertes und notierte zuletzt bei 21,86 Euro. Für das Jahr 2025 erwartet Puma nun ein moderates Umsatzwachstum, während der Gewinn vor Zinsen und Steuern rückläufig sein dürfte.
In dieser herausfordernden Gesamtlage sieht sich Markus Cota von der Bank of America genötigt, das geringe bereinigte Ebit-Margenziel von 6 bis 6,5 Prozent hervorzuheben und auf zunehmende Risiken hinzuweisen. Analysten anderer Banken äußern ebenfalls ihre Bedenken bezüglich des zukünftigen Wachstumspotenzials, trotz jüngster Erfolge bei beliebten Modellen wie Suede, Palermo und Speedcat.
Puma ist gezwungen, ausführlichere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zu ergreifen, einschließlich der Schließung unrentabler Geschäfte. Das Augenmerk liegt aber auf der langfristigen Stärkung der Marke. Der Rückgang des Überschusses im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent auf 282 Millionen Euro ist ein deutlicher Weckruf, während Adidas in der gleichen Zeit günstigere Zahlen präsentierte.
Auch die Aktionäre müssen sich auf Veränderungen einstellen, da eine reduzierte Dividende von 61 Cent pro Aktie ausgeschüttet wird. Dies steht im Kontrast zu den Erwartungen der Analysten, die eigentlich von einer Erhöhung ausgingen.

