PS6: GPU weicht von reiner RDNA-5 Architektur ab – Custom-Lösung wie bereits bei PS5 erwartet
Die nächste PlayStation-Konsolengeneration nimmt langsam Gestalt an, doch technische Enthüllungen lassen aufhorchen. Während viele erwarteten, dass Sony schlichtweg auf AMDs modernste Grafikarchitektur setzen würde, deuten nun Insider-Informationen auf einen abweichenden Pfad hin. Die Grafikeinheit der kommenden Konsole soll nicht vollständig auf der aktuellen RDNA-5-Architektur basieren – eine Entscheidung, die sowohl Kosten als auch spezifische Anforderungen berücksichtigt. Was diese maßgeschneiderte Lösung für Entwickler und Spieler bedeutet und welche Parallelen zur aktuellen Generation bestehen, erfährst du in den kommenden Zeilen.
Hybride GPU-Architektur für kommende Konsolengeneration
Der bekannte Tech-Insider KeplerL2 enthüllte während einer Diskussion über die Fähigkeiten der kommenden PlayStation-Konsole, dass deren Grafikeinheit nicht vollständig auf AMDs RDNA-5-Architektur aufbauen werde. Im Zuge derselben Unterhaltung kam auch die Grafikeinheit der PS5 zur Sprache, die laut dem Informanten auf RDNA-1-Architektur basiert, ergänzt durch separate Verbesserungen zur Unterstützung von Raytracing. Diese Vorgehensweise erinnert an Sonys bewährte Strategie, Custom-Lösungen zu entwickeln, die spezifische Stärken verschiedener Architekturen kombinieren. Was dies letztendlich für Spieleentwickler und Nutzer bedeutet, bleibt abzuwarten, da moderne GPU-Architekturen typischerweise auch zeitgemäße Funktionen unterstützen. NeoGaf-Nutzer AdamsApple verwies auf den Architekturunterschied, der sich 2024 bei Warhammer 40,000: Space Marine 2 zwischen PS5 und Xbox Series X/S bemerkbar gemacht habe.
Mesh-Shader-Unterstützung als entscheidender Faktor
Der Titel nutzte Mesh-Shader für seine visuelle Darstellung, und da Microsofts Konsole diese Technologie besser bewältigen konnte, vermochte die Xbox Series X stabilere und höhere Bildwiederholraten leichter zu erreichen als die PS5. Während RDNA-1-Architektur primitive Shader ebenso gut handhaben kann wie das modernere RDNA 5, besitzt die neuere Architektur bei Mesh-Shadern einen deutlichen Vorteil. Diese technische Diskrepanz verdeutlicht, warum Sony für die nächste Generation möglicherweise selektiv modernere Architekturelemente integriert, um bestimmte Schwachstellen zu beheben, ohne vollständig auf RDNA 5 umzuschwenken. KeplerL2 behauptete außerdem Anfang des Monats, dass die stationäre Version der PS6 über 30 Gigabyte GDDR7-Arbeitsspeicher verfügen werde. Die tragbare Variante der Konsole soll hingegen 24 Gigabyte erhalten. Der Speicher soll Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 32 Gigabyte pro Sekunde erreichen und über mehrere 3-Gigabyte-Module verteilt sein, was dank des 160-Bit-Busses insgesamt 640 Gigabyte pro Sekunde Speicherbandbreite über alle Module hinweg ergibt.
Deutlich erhöhter Arbeitsspeicher im Vergleich zur aktuellen Generation
Bemerkenswert ist, dass die kommende Konsole erheblich mehr Arbeitsspeicher aufweisen dürfte als PS5 und PS5 Pro, die über 16 Gigabyte verfügen. Der Informant merkte an, dass die 24 Gigabyte Arbeitsspeicher in der tragbaren Version von Sony gefordert würden und 20 Gigabyte schlichtweg nicht ausreichen würden – dies trotz der zusätzlichen 100 Dollar, die dies zur Materialrechnung hinzufügt. Während Sony und Microsoft Berichten zufolge mit Partnern über eine Markteinführung ihrer jeweiligen Konsolen im Jahr 2027 verhandelt hatten, scheint der aktuelle Zustand des Speichermarktes diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht zu haben. Ein Bericht vom vergangenen Monat deutet darauf hin, dass beide Unternehmen nun einen Launch ihrer nächsten Konsolengeneration jenseits von 2027 anvisieren, vermutlich in der Hoffnung, dass sich Speicherengpässe und die Marktsituation bis dahin stabilisiert haben.
Tragbare PS6 als versteckter Entwicklungsschwerpunkt
Hinsichtlich der kolportierten tragbaren PS6 scheint Sony seine neue Energiesparmodus-Unterstützung als Trojanisches Pferd zu nutzen, damit Entwickler für künftige Spiele Unterstützung für die geringere Leistungsaufnahme der tragbaren Variante implementieren. YouTuber Moore’s Law is Dead zitierte einen Entwickler, der bemerkte, dass das Unternehmen möchte, dass Spiele auf lediglich acht Threads lauffähig sind. Sony hat offenbar auch sein Softwareentwicklungs-Kit aktualisiert, um diese Prioritäten besser widerzuspiegeln. Während du auf weitere Einzelheiten zur nächsten Konsolengeneration wartest, lohnt sich ein Blick darauf, was Sony und AMD gemeinsam im Rahmen ihrer langfristigen Partnerschaft entwickeln. Die Kombination aus Custom-GPU-Architektur, erheblich gesteigertem Arbeitsspeicher und der parallelen Entwicklung einer tragbaren Variante deutet darauf hin, dass Sony einen vielschichtigen Ansatz für die kommende Generation verfolgt.


