Universal Music Group weist Übernahmeangebot von Bill Ackman zurück

Ablehnung des Übernahmeangebots
Der Musikkonzern Universal Music Group (UMG) hat das Übernahmeangebot der von Bill Ackman geleiteten Pershing Square Capital abgelehnt. Nach einer Sitzung des Aufsichtsrats teilte das Unternehmen mit, dass die Offerte als zu niedrig bewertet wird und keinen Mehrwert für die Aktionäre schafft. Der Aufsichtsrat ist sich sicher, dass diese Entscheidung auf breite Zustimmung bei den Anteilseignern stoßen wird.
Marktreaktion und Aktienkurs
Trotz der Ablehnung fiel der Kurs der UMG-Aktie am Montagmorgen in Amsterdam um 1,5 Prozent auf 19,21 Euro. Dies führt zu einer Unternehmensbewertung von über 35 Milliarden Euro, was deutlich unter dem von Ackman ins Spiel gebrachten Übernahmepreis von 56 Milliarden Euro liegt. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Aktienkurs von UMG nahezu ein Drittel an Wert verloren, was die Bedenken der Investoren hinsichtlich der aktuellen Marktlage unterstreicht.
Anteilseigner und ihre Position
Zu den größten Anteilseignern von UMG gehören der französische Milliardär Vincent Bollore mit 18,5 Prozent sowie der Mischkonzern Vivendi mit 13,4 Prozent. Zudem hält der chinesische Internetgigant Tencent 11,5 Prozent der Anteile, während Ackman bereits über 4,7 Prozent verfügt. Die Herausforderung für Ackman besteht darin, insbesondere Bollore von seiner Offerte zu überzeugen, da dessen Sohn, Cyrille Bollore, kürzlich angedeutet hat, dass der angebotene Preis nicht ausreicht und die Offerte daher abgelehnt werden sollte.
Übernahmepläne und deren Implikationen
Im April hatte Pershing Square Capital Pläne für eine Übernahme von UMG in Höhe von 56 Milliarden Euro vorgestellt. Das Angebot sieht eine Verschmelzung des weltweit größten Musikkonzerns mit dem Akquisitionsvehikel Sparc Holdings vor. Der Investor bietet 30,40 Euro je UMG-Aktie, wobei die Anteilseigner 5,05 Euro in bar sowie 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft für jede gehaltene UMG-Aktie erhalten sollen.
Künstlerportfolio und Börsengang
Universal Music Group hat eine Vielzahl von Künstlern unter Vertrag, darunter internationale Stars wie Taylor Swift, Lady Gaga und Billie Eilish sowie deutsche Künstler wie Clueso. Sollte die Übernahme zustande kommen, würde dies einen Börsengang in den USA zur Folge haben, den UMG bislang aufgrund des unsicheren Marktumfelds zurückgestellt hat. Ackman hat in einem Schreiben an den UMG-Verwaltungsrat betont, dass der Aktienkurs unter einer ungenutzten Bilanz und Unsicherheiten leidet, was die Notwendigkeit einer strategischen Neuausrichtung unterstreicht.

