PS5 Pro: Sony bestätigt FSR-4-Upgrade für PSSR – Alle Details
Inmitten der brodelnden Gerüchteküche um die grafische Zukunft der PlayStation 5 Pro hat Sony nun ein für alle Mal klargestellt, was hinter den Kulissen geschieht. Nach Berichten über eine mögliche Implementierung von AMDs FidelityFX Super Resolution 4 (FSR 4) Anfang 2026, präzisiert der Konsolenhersteller nun die Marschrichtung: Die PS5 Pro erhält keine vollwertige Portierung der FSR-4-Suite, sondern vielmehr eine fundamentale Aufwertung der hauseigenen PSSR-Technologie, die auf den Prinzipien von FSR 4 fußt. Dies ist das erste große Resultat der strategischen Partnerschaft mit AMD, die unter dem Codenamen „Project Amethyst“ läuft.
Die Evolution von PSSR, nicht die Revolution
Die Ankündigung ist weniger ein Dämpfer als vielmehr eine Demonstration von Sonys Bestreben, eine maßgeschneiderte Lösung zu schaffen. Anstatt eine fremde Technologie eins zu eins zu übernehmen, nutzt man die Synergien der Zusammenarbeit mit AMD, um die eigene, auf die Hardware perfekt abgestimmte PSSR-Technologie (PlayStation Spectral Super Resolution) auf die nächste Stufe zu heben. Der Schlüssel hierfür liegt in der Implementierung eines neuen neuronalen Netzwerks, das von den KI-basierten Berechnungen in AMDs neuester GPU-Generation inspiriert ist. Es ist ein ambitionierter Weg, der die Stärken beider Welten vereint.
Die Magie hinter den Kulissen
Architektur-Guru Mark Cerny hatte bereits im März erste Details zu dieser faszinierenden Kollaboration enthüllt. „Unser Fokus für 2025 liegt auf der Zusammenarbeit mit Entwicklern zur Integration von PSSR in ihre Titel; parallel dazu haben wir aber bereits begonnen, das neue neuronale Netzwerk auf der PS5 Pro zu implementieren“, erklärte Cerny. Das erklärte Ziel sei es, für Titel des Jahres 2026 eine Aufwertung zu realisieren, die FSR 4 in ihrer Essenz gleicht. „Sie sollte die gleichen Eingaben verarbeiten und im Wesentlichen die gleichen Ausgaben erzeugen“, so der Chef-Architekt. Er räumte ein, dass diese Umsetzung „ziemlich ehrgeizig und zeitaufwendig“ sei, was erklärt, warum dieser Evolutionssprung nicht bereits zum Start der Konsole verfügbar war.
Eine Partnerschaft mit beeindruckender Leistung
Das Vertrauen in die eigene Hardware ist dabei ungebrochen. Cerny betonte, dass die Spitzenleistung der PS5 Pro mit 300 8-Bit-TOPS (Tera Operations Per Second) ohne Sparsity im Vergleich zu kürzlich veröffentlichten AMD-GPUs sehr gut dastehe und man diese spezielle Art der Leistungssteigerung für den Upscaling-Algorithmus ohnehin nicht für nützlich halte. Die Tatsache, dass AMD selbst daran arbeitet, FSR 4 auf älteren Grafikkarten ohne dedizierte KI-Kerne lauffähig zu machen, unterstreicht die Machbarkeit dieses Vorhabens und zeigt die enormen Fortschritte bei der Optimierung. Diese technologische Offensive findet jedoch vor dem Hintergrund einer weniger erfreulichen Nachricht statt: Erst kürzlich hatte Sony eine Preiserhöhung für die PS5 und PS5 Pro in den USA angekündigt, was die Kosten für das High-End-Modell auf 749,99 US-Dollar treibt.


