PS5 Pro: Der nächste Quantensprung kommt 2026 – Sonys geheimes Projekt Amethyst enthüllt
Der Vorhang lüftet sich nur einen Spalt breit, doch was er enthüllt, hat das Potenzial, die Landschaft der Konsolengrafik für immer neu zu zeichnen. Mark Cerny, der visionäre Lead Architect hinter der PS5 und der PS5 Pro, hat in einem seltenen Interview die Katze aus dem Sack gelassen und Einblicke in eine technologische Revolution gewährt, die unter dem Codenamen „Project Amethyst“ heranreift. In einer strategischen Allianz mit dem Chip-Giganten AMD schmiedet Sony an einer Wunderwaffe, die nicht nur die PS5 Pro beflügeln, sondern die gesamte Branche vorantreiben soll.
Die Zauberformel: Ein Turbo für PSSR
Im Gespräch mit dem Magazin Tom’s Guide ließ Cerny die Bombe platzen: Im Jahr 2026 wird die PS5 Pro ein monumentales Upgrade für ihre hauseigene Upscaling-Technologie PSSR (PlayStation Spectral Super Resolution) erhalten. Cerny beschreibt die Neuentwicklung als ein „drop-in replacement“, also einen nahtlos integrierbaren Ersatz für das aktuelle PSSR. Für Entwickler bedeutet das: Sie können ohne nennenswerten Mehraufwand eine neue, weitaus potentere Technologie nutzen, um selbst aus niedrigeren Render-Auflösungen eine noch nie dagewesene visuelle Pracht auf den Bildschirm zu zaubern.
Doch Cerny schiebt jeglichem Gerede von einem goldenen Käfig einen Riegel vor. „Hier geht es nicht um proprietäre Technologie“, stellte der Mastermind klar. „Es geht darum, die gesamte Branche voranzubringen. Natürlich wollen wir diese Technologien auf unseren Konsolen nutzen, aber sie stehen jedem Kunden von AMD frei zur Verfügung.“
Eine Symbiose, die Früchte trägt
Dass diese strategische Allianz Früchte trägt, die selbst die kühnsten Erwartungen übertreffen, bestätigte auch AMD-Manager Jack Huynh: „Mark macht uns zu einem besseren Unternehmen. Wir treiben uns gegenseitig an.“ Kern des „Project Amethyst“ ist ein intensiver Austausch: Sony liefert wertvolle Trainingsdaten aus echten Spielen, damit AMD seinen KI-basierten Upscaler – das Herzstück des kommenden FSR 4 – auf das nächste Level heben kann. Im Gegenzug brachte AMD Sony dazu, ein eigenes Qualitätssicherungs-Team für die neuen Upscaling-Algorithmen aufzubauen. „Das war neu für uns bei SIE“, gestand Cerny. „Es war uns schlicht nicht in den Sinn gekommen. Und es stellt sich als absolut entscheidend heraus.“ Dieser synergetische Austausch beschleunigte die Entwicklung in einem atemberaubenden Tempo. Cerny rechnete ursprünglich damit, dass die Partnerschaft erst nach einigen Jahren Früchte tragen würde – doch die ersten bahnbrechenden Algorithmen entstanden in weniger als einem Jahr.
Die Zukunft schon heute – und der Blick auf RDNA 5
„Der Algorithmus, den sie entwickelt haben, konnte auf der aktuellen Hardware-Generation implementiert werden“, erklärte Cerny. „Dieser gemeinsam entwickelte Algorithmus wurde von AMD bereits als Teil von FSR 4 auf dem PC veröffentlicht. Und wir sind dabei, ihn auf der PS5 zu implementieren, und er wird nächstes Jahr auf der PS5 Pro erscheinen.“ Dabei handelt es sich explizit nicht um eine abgespeckte Version. Cerny verspricht die „full-fat version“, also die volle, unkastrierte Leistung des neuen Super-Resolution-Verfahrens für die PS5 Pro.
Doch der Horizont dieses Projekts reicht noch viel weiter. Die Arbeit im Rahmen von „Project Amethyst“ beeinflusst bereits maßgeblich die Entwicklung von AMDs nächster Grafikkarten-Generation. „Große Teile von RDNA 5, oder wie auch immer AMD es nennen wird, entstammen dem Engineering, das ich in diesem Projekt leiste“, so Cerny, der seinen eigenen Zeitrahmen auf mehrere Jahre auslegt und damit bereits die Weichen für die übernächste Konsolengeneration stellt.

