Proteste der Landwirte: Frankreichs Bauern gegen das Mercosur-Abkommen
Hunderte von Landwirten sind mit ihren Traktoren in die französische Hauptstadt Paris gezogen, um ihren Unmut gegen das bevorstehende Mercosur-Abkommen kundzutun. Die französischen Bauern befürchten, dass sie durch den Freihandelspakt zwischen der EU und südamerikanischen Staaten empfindlich wirtschaftlich benachteiligt werden. Sie sehen sich lautstarker Konkurrenz durch günstige Agrarimporte ausgesetzt und haben daher entschieden gegen die Vereinbarung protestiert. Die Unterzeichnung des Abkommens ist für Samstag in Paraguay geplant.
Die französische Regierung hat angesichts der anhaltenden Proteste reagiert und weitere Unterstützungsmaßnahmen avisiert. Nachdem bereits Hilfspakete von insgesamt 300 Millionen Euro angekündigt wurden, arbeiten Premierminister und Regierung an zusätzlichen Maßnahmen für die Landwirtschaft. Die Agrarministerin Annie Genevard äußerte am Morgen, dass weitere konkrete Schritte zur Entlastung der Bauern geplant seien. Doch die Proteste richten sich nicht nur gegen das Abkommen, sondern auch gegen bürokratische Hürden und überzogene Umweltvorschriften.
Zusätzlich zu den Protesten in Paris wurden andere Aktionen im ganzen Land beobachtet. Bereitschaftspolizisten räumten eine Protestblockade auf der Autobahn A64 südwestlich von Toulouse, die Landwirte dort vor Wochen errichtet hatten. In der Nähe von Lille an der stark befahrenen A1 hielten Landwirte weiterhin Lastwagen an, um diese nach importierten Agrarprodukten zu durchsuchen, die ihrer Meinung nach internationalen Standards nicht entsprechen.

