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Private Equity ab 1 Euro: Nao bringt Multi-Asset-Eltif auf den Markt

18. Dezember 2025, 10:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Private Equity ab 1 Euro: Nao bringt Multi-Asset-Eltif auf den Markt
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Mit einem neuen Evergreen-Eltif senkt Nao die Einstiegshürde für Private Markets drastisch. Natixis liefert die institutionelle Struktur.
Der Berliner Fintech Nao macht Private Markets ab 1 Euro zugänglich durch einen neuen Eltif-Fonds. Dieser kombiniert vier Anlageklassen für langfristige Portfoliostabilität.

Der Zugang zu Private Markets war lange ein Privileg großer Vermögen. Hohe Mindestanlagesummen, komplexe Strukturen und lange Kapitalbindungen schlossen Privatanleger faktisch aus. Das Berliner Fintech Nao will diese Grenze nun weiter verschieben. Mit dem Natixis Multi Private Assets Navigator Eltif bringt die Plattform erstmals einen Multi-Asset-Eltif für Privatanleger an den Start – und senkt die Einstiegshürde auf einen Euro.

Damit setzt Nao einen strategischen Schritt, der über ein einzelnes Produkt hinausweist: Private Markets sollen nicht mehr nur Beimischung für Vermögende sein, sondern langfristiger Baustein auch für kleinere Portfolios.

Ein Produkt bündelt vier Anlageklassen

Der neue Fonds ist als Evergreen-Dachfonds nach der Eltif-2.0-Verordnung konzipiert. Er kombiniert vier klassische Private-Markets-Segmente: Private Equity, Private Debt, Infrastruktur und Immobilien. Anleger investieren damit nicht in einzelne Projekte oder Fonds, sondern in eine übergeordnete Struktur, die laufend allokiert und angepasst wird.

Die empfohlene Haltedauer liegt bei zehn Jahren – ein klarer Hinweis darauf, dass es sich nicht um ein kurzfristiges Renditeprodukt handelt. Vielmehr zielt die Konstruktion auf planbaren Vermögensaufbau über illiquide Anlagen, deren Renditeprofile sich historisch deutlich von börsennotierten Assets unterscheiden.

Für Privatanleger ist vor allem ein Punkt bemerkenswert: Der Fonds ist nicht nur als Einmalanlage, sondern auch per Sparplan investierbar. Damit wird ein Segment geöffnet, das bislang kaum systematisch besparbar war.

Natixis liefert die institutionelle Infrastruktur

Partner des Produkts ist Natixis Investment Managers, einer der größten Vermögensverwalter Europas. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 1,3 Billionen Euro zählt das Haus zu den Schwergewichten der Branche. Im Bereich Private Assets steuert Natixis Strategien mit einem Volumen von mehr als 100 Milliarden Euro.

Die Investmentplattform von Natixis bündelt über 15 spezialisierte Gesellschaften, die jeweils eigene Schwerpunkte in Private Equity, Kreditstrategien, Infrastruktur oder Immobilien setzen. Für Nao ist diese Struktur entscheidend: Sie erlaubt Diversifikation über Manager, Regionen und Sektoren hinweg – ohne dass Anleger selbst einzelne Fonds auswählen müssen.

Patrick Sobotta, Executive Managing Director und Leiter CEE bei Natixis Investment Managers, spricht von einem Produkt für „langfristig orientierte Anleger“, die einen strukturierten Zugang zu privaten Märkten suchen. Die Botschaft ist klar: Es geht nicht um Renditeversprechen, sondern um Portfoliostabilität über Marktzyklen hinweg.

Eltif 2.0 verändert den Markt

Dass ein solcher Fonds überhaupt für Privatanleger zugänglich ist, liegt an der Reform des europäischen Eltif-Regelwerks. Mit Eltif 2.0 wurden Mindestanlagesummen gesenkt, Vertriebsregeln vereinfacht und Sparpläne ermöglicht. Die EU verfolgt damit ein klares Ziel: mehr privates Kapital in langfristige Investitionen zu lenken – von Infrastruktur über Energiewende bis hin zu Unternehmensfinanzierungen.

Für Anbieter wie Nao entsteht daraus ein neues Spielfeld. Während klassische Banken noch zögern, positionieren sich Fintechs als Vermittler zwischen institutionellen Strukturen und privaten Anlegern. Der Multi-Asset-Ansatz reduziert dabei ein zentrales Risiko: die starke Abhängigkeit von einer einzelnen Anlageklasse.

Nao setzt auf Skalierung statt Exklusivität

Nao wurde 2022 gegründet und arbeitet mit einer Reihe etablierter Finanzhäuser zusammen, darunter die Baader Bank, BNP Paribas Asset Management, Goldman Sachs Asset Management, Partners Group und UBS. Die Plattform versteht sich nicht als Marktplatz für Hochrisikoprodukte, sondern als kuratierter Zugang zu professionell gemanagten Strategien.

Geschäftsführer Robin Binder spricht von einer „diversifizierten, professionell gemanagten und langfristig gedachten Lösung“. Dass der Fonds ab einem Euro investierbar ist, ist weniger Marketinggag als strategisches Statement: Private Markets sollen skalierbar werden.

Gleichzeitig bleibt die Kehrseite bestehen. Illiquidität, lange Kapitalbindung und eingeschränkte Verfügbarkeit sind integraler Bestandteil des Konzepts. Wer investiert, muss Zeit mitbringen – und die Bereitschaft, kurzfristige Bewertungen auszublenden.

Signalwirkung für den Markt

Der neue Multi-Asset-Eltif dürfte nicht der letzte seiner Art sein. Der Wettbewerb um private Anleger verschärft sich, seit Eltif 2.0 den regulatorischen Rahmen geöffnet hat. Große Asset Manager suchen nach Distributionspartnern, Fintechs nach differenzierenden Produkten.

Nao positioniert sich dabei früh – mit einem klaren Fokus auf Breite statt Nische. Sollte das Modell funktionieren, könnte es den Druck auf Banken und andere Plattformen erhöhen, ähnliche Lösungen anzubieten.

Private Markets rücken damit ein Stück näher an den Mainstream. Nicht als Ersatz für Aktien oder Anleihen, sondern als langfristige Ergänzung. Der Schritt von Nao zeigt, wie schnell sich ein bislang abgeschotteter Markt öffnen kann – wenn Regulierung, Technologie und Produktdesign zusammenkommen.

Finanzen / Private Equity / Eltif / Multi-Asset / Fintech
[InvestmentWeek] · 18.12.2025 · 10:00 Uhr
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