Prag stoppt E-Scooter-Miete: Ein Kurswechsel in der Touristenmetropole
Prag, bekannt für seine reiche Geschichte und malerische Architektur, zieht eine klare Linie: Ab dem nächsten Jahr werden Miet-E-Scooter aus dem Stadtbild verbannt. Diese Entscheidung des Stadtrats folgt auf zahlreiche Beschwerden der Bürger über falsch abgestellte und im Weg stehende Elektroroller. Die zunehmende Zahl an Unfällen, teils mit tödlichem Ausgang, unterstreicht die Dringlichkeit dieses Schrittes. Dabei erfreuen sich die Roller von Anbietern wie Bolt und Lime gerade bei Touristen großer Beliebtheit, um die Stadt flexibel und zügig zu erkunden.
Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass Prag im vergangenen Jahr über acht Millionen Übernachtungsgäste verzeichnete – ein beachtlicher Spitzenwert. Zur Unterstützung einer nachhaltigen Stadtnutzung plant die Stadtverwaltung, den Fokus verstärkt auf Leihfahrräder zu legen. Diese sollen mit oder ohne elektrische Unterstützung als Alternative dienen. In diesem Zuge werden Verträge mit den Verleihfirmen ausgehandelt, die eine Nutzung spezieller Gehweg- und Straßenflächen gegen ein geringes Entgelt von etwa einem Euro pro Fahrrad pro Monat erlauben.
Dieses Thema bewegt die Prager Bürger zutiefst, insbesondere in der Altstadt, die seit langem mit einer rückläufigen Einwohnerzahl zu kämpfen hat. Ein im Oktober abgehaltenes Referendum im ersten Stadtbezirk zeigt die Entschlossenheit der Bewohner: 82 Prozent sprachen sich klar gegen die Parkmöglichkeiten für Miet-E-Scooter aus.

