Powell Entlassung? Wechselbad an den Anleihemärkten
Die jüngsten Spekulationen über eine mögliche Entlassung von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank, durch Präsident Donald Trump haben zu einer volatilen Reaktion auf den Märkten für US-Staatsanleihen geführt. Während der Terminkontrakt für zehnjährige US-Anleihen um 0,17 Prozent auf 110,47 Punkte anstieg, verzeichnete die Rendite dieser Anleihen 4,48 Prozent. Die Meldungen über Powells potenzielles Ausscheiden gaben den Kursen zunächst Auftrieb, nur um später wieder abzufallen, nachdem Trump der Notiz entgegnet hatte.
In einer Ansprache versicherte Trump, dass derzeit keine Pläne zur Entlassung Powells bestünden, fügte jedoch an, dass eine Entlassung 'höchst unwahrscheinlich' sei, 'es sei denn, er muss wegen Betrugs gehen'. Trotz der Beruhigungsgesten gestand Trump zu, dass er das Thema bereits mit einigen republikanischen Politikern erörtert habe. Dies geschah vor dem Hintergrund des Unmuts über steigende Kosten bei der Renovierung der Fed-Zentrale, bei der Trump mögliche Unregelmäßigkeiten vermutet. Es wird spekuliert, dass eine Untersuchung gegen Powell im Gange sein könnte. Zudem führte Trump in der Vergangenheit immer wieder lautstarke Kritik an Powell an, forderte Zinssenkungen und ließ seiner Unzufriedenheit freien Lauf.
Darüber hinaus wurde vermerkt, dass, trotz der aufgewühlten Diskussionen um Powell, die jüngsten Wirtschaftsdaten der USA für die Investoren nur peripher von Interesse waren, während sich der Fokus auf die Personalie Powell konzentrierte.

