Positive Impulse durch robuste US-Wirtschaft und steigende Staatsanleihekurse

Die deutschen Staatsanleihenkurse erfuhren am Dienstag eine merkliche Aufwärtsbewegung. Der zentrale Euro-Bund-Future stieg um 0,35 Prozent, was zu einem Stand von 127,45 Punkten führte. Damit setzte der Terminkontrakt seine positive Entwicklung vom Vortag fort. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank entsprechend auf 2,86 Prozent. Die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage führten zu einem spürbaren Rückgang des Handelsvolumens.
Trotz besser als erwartet ausgefallener Konjunkturdaten aus den USA zeigten die deutschen Anleihen jedoch kaum Reaktionen. Die US-Wirtschaft erlebte im dritten Quartal ein unerwartet starkes Wachstum, das höchste seit zwei Jahren, maßgeblich unterstützt durch robusten Konsum. Der vorübergehende Regierungsstillstand in den USA wird allerdings erst im vierten Quartal Konsequenzen nach sich ziehen.
Des Weiteren hat die Industrieproduktion im November die Prognosen leicht übertroffen. US-Experte Stephan Bales von KfW Research äußerte, die US-Wirtschaft zeige ihre Widerstandsfähigkeit. Nach einem unruhigen Start in das Jahr geben aktuelle Anzeichen Anlass, von einer klareren Stabilisierung der US-Konjunktur auszugehen. Auch für das kommende Jahr prognostiziert Bales ein starkes US-Wirtschaftswachstum.
Anleger behalten das weltpolitische Geschehen im Auge, insbesondere die Anstrengungen zur Lösung des Ukraine-Konflikts und die Spannungen zwischen den USA und Venezuela. US-Heimatschutzministerin Kristi Noem betonte, dass die US-Regierung den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zum Rücktritt bewegen möchte.

