Polnische Spediteure protestieren: Blockade des Grenzübergangs Dorohusk zur Ukraine
Polnische Transportunternehmer haben den strategisch wichtigen Grenzübergang Dorohusk zur Ukraine blockiert, um ein Zeichen gegen die wachsende Konkurrenz aus dem Nachbarland zu setzen. Nach Aussage des Organisators Rafal Mekler, gab es Bestrebungen, die Grenze für Arbeitslastwagen aus der Ukraine einzuschränken, da diese für den starken Geschäftsrückgang der polnischen Fuhrunternehmen verantwortlich gemacht werden.
Ein Bezirksgericht in Lublin hob eine zuvor erlassene Anordnung auf, welche die Protestaktion verhindern sollte. Durch die Blockade wird derzeit nur stündlich ein Lkw die Grenze zur Ukraine passieren gelassen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Militärfahrzeuge, humanitäre Transporte sowie Lkw, die gefährliche Güter, Frischwaren und Tiere transportieren. Diese dürfen die Grenze weiterhin ungehindert passieren.
Bereits zu Jahresbeginn hatten die polnischen Fuhrunternehmer mehrere Grenzübergänge zur Ukraine blockiert, um Aufmerksamkeit auf ihre wirtschaftlichen Sorgen zu lenken. Die Situation verschärfte sich, nachdem die EU im Zuge des Kriegsbeginns in der Ukraine die Transportgenehmigungspflicht für ukrainische Güterverkehr eingestellt hatte. Mekler argumentiert, dass es keine Grundlage für die Fortsetzung dieses Abkommens gebe, da pro Tag 1.300 ukrainische Lastwagen leer und nur 300 beladen nach Polen kommen.
Diese Lastwagen werden in Polen beladen, was den lokalen Transportunternehmen erheblich schadet.

