Polen zieht positive Bilanz nach Einführung von Grenzkontrollen
Der polnische Innenminister Tomasz Siemoniak hat die neu eingeführten Grenzkontrollen an den Landesgrenzen zu Deutschland und Litauen als erfolgreich gewertet. In einem Interview mit dem Sender TVN24 erklärte er, dass der Verkehr bisher reibungslos verlaufe und es zu keinerlei Zwischenfällen gekommen sei.
Die seit Mitternacht an den 52 Grenzübergängen zu Deutschland und den 13 zu Litauen durchgeführten stichprobenartigen Kontrollen zeigten bereits erste Erfolge. An der litauischen Grenze wurde ein estnischer Fahrer angehalten, der vier afghanische Staatsbürger im Fahrzeug hatte, die ohne legale Einreisepapiere unterwegs waren. Die afghanischen Insassen sollen nach Angaben des Ministers nach Litauen zurückgesandt werden, während der Fahrer weiter verhört wird.
Innenminister Siemoniak betonte die Notwendigkeit der Maßnahmen und sah in der Festnahme einen Beleg für deren Wirksamkeit. Die Kontrolle an den Grenzen war eine Reaktion auf ähnliche Maßnahmen Deutschlands, die seit Oktober 2023 durchgeführt werden, um irreguläre Migration zu verhindern.
Besonders die Ankündigung der deutschen Regierung unter Innenminister Alexander Dobrindt, auch Asylsuchende zurückzuweisen, stößt in Polen auf Kritik und gilt als politisch umstritten.

