Polen investiert Milliarden in fortschrittliches Drohnenabwehrsystem
Polen hat sich für die Modernisierung seiner Luftverteidigung entschieden und investiert mehrere Milliarden Euro in ein hochentwickeltes Drohnenabwehrsystem. Dieses bedeutende Verteidigungsprojekt, entwickelt von einem polnisch-norwegischen Rüstungskonsortium, trägt den Namen San und besteht aus 18 Batterien sowie insgesamt 700 Fahrzeugen, wie Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz mitteilte. Der Wert des Vertrags beläuft sich auf 3,6 Milliarden Euro. Regierungschef Donald Tusk lobte das Projekt als Meilenstein im Schutz des polnischen Luftraums.
Insbesondere im Hinblick auf den Vorfall im September, bei dem aufgrund eines russischen Angriffs auf die Ukraine zahlreiche Drohnen in den polnischen NATO-Luftraum eindrangen, unterstreicht das neue System die Notwendigkeit erhöhter Sicherheit. Damals konnten die polnische Luftwaffe und NATO-Verbündete einige der Fluggeräte abwehren, was jedoch deutlich machte, dass traditionelle Abwehrmittel wie Kampfflugzeuge und Raketen nicht ausreichen.
Das System San, hergestellt durch die polnische Rüstungsgruppe PGZ und den norwegischen Konzern Kongsberg, wird mit einer Vielzahl an Waffensystemen ausgestattet. Dazu zählen Maschinenkanonen, Raketen und Abfangdrohnen, ergänzt durch Geräte zur Störung und Detektion von Luftbedrohungen. Ein innovativer Gefechtsturm, der auf Radpanzer und Geländewagen montierbar ist, bildet das Herzstück dieser Technologie.

