Piraten nach der Wahl: Etappe erreicht, Kurs halten
28. September 2009, 16:16 Uhr · Quelle: toptechnews.de
Nach der Bundestagswahl am 5. Oktober 1980 schien sich im deutschen Parteiensystem nicht viel verändert zu haben. Alle bisher im Parlament vertretenen Parteien SPD, CDU/CSU und FDP zogen in fast unveränderter Stärke wieder in den Bundestag ein. Allerdings fiel unter den sonstigen Parteien eine Bewegung ins Auge, die vier Jahre zuvor noch nicht einmal als Partei existierte und dennoch aus dem Stand 1,5 Prozent der Stimmen holte. Nur drei Jahre später übersprangen "Die Grünen" mit 5,6 Prozent sogar die Fünf-Prozent-Hürde. Zum Vergleich: Auch die Piratenpartei war 2005 noch kein Thema. Dennoch erhielt sie jetzt auf Anhieb zwei Prozent aller Stimmen - obwohl sie nur in 15 Bundesländern antrat.
Pirat 2009: Erstwähler, männlich
Laut Infratest dimap konnte die Piratenpartei besonders bei den männlichen Erstwählern punkten. Rund 13 Prozent machten hier ihr Kreuz auf dem Wahlzettel. Überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielten die Piraten zudem insbesondere in mittleren bis größeren deutschen Städten. In Berlin votierten 3,4 Prozent der Wahlberechtigten für die Internet- und Datenschutz-Partei. Vor allem im grünen Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost, mit seinem traditionell links-alternativen Milieu, fanden die Piraten äußerst regen Zuspruch. Ganze sechs Prozent der Wähler entschieden sich dort für orange-schwarz. Aber auch in Berlin-Mitte wählten 4,2 Prozent sowie in Berlin-Pankow 4,1 Prozent der Stimmberechtigten die Piratenpartei. In Karlsruhe und Braunschweig erreichte sie insgesamt 3,5 Prozent der Zweitstimmen. In zahlreichen weiteren Städten wie Aachen, Augsburg, Rostock oder Halle wurde die Drei-Prozent-Marke ebenfalls klar übersprungen.

Die Piratenpartei erreichte bei der Bundestagswahl aus dem Stand 2,0 Prozent der Zweitstimmen.
Daten: Bundeswahlleiter / Grafik: onlinekosten.de
Rund 900.000 Stimmen absolut
Insgesamt gaben knapp 900.000 Wahlberechtigte der Piratenpartei ihre Stimme. "Wir Piraten sehen uns durch das Ergebnis der Bundestagswahl auf unserem Weg bestätigt. Der rasante Aufschwung unser jungen Partei hält unvermindert an und wir haben das Superwahljahr trotz geringer Finanzmittel hervorragend gemeistert", sagte Jens Seipenbusch, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland zum Ergebnis. Das nächste Ziel steht bereits fest: Im Mai 2010 hoffen die Piraten bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen auf den Einzug in den Düsseldorfer Landtag. In Schleswig-Holstein haben sie diesen vorerst klar verpasst: Hier erzielte die Piratenpartei ein Wahlergebnis von 1,8 Prozent.

Hochburgen der Piraten bei der Bundestagswahl. Daten: Bundeswahlleiter / Grafik: onlinekosten.de
Pirat 2009: Erstwähler, männlich
Laut Infratest dimap konnte die Piratenpartei besonders bei den männlichen Erstwählern punkten. Rund 13 Prozent machten hier ihr Kreuz auf dem Wahlzettel. Überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielten die Piraten zudem insbesondere in mittleren bis größeren deutschen Städten. In Berlin votierten 3,4 Prozent der Wahlberechtigten für die Internet- und Datenschutz-Partei. Vor allem im grünen Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost, mit seinem traditionell links-alternativen Milieu, fanden die Piraten äußerst regen Zuspruch. Ganze sechs Prozent der Wähler entschieden sich dort für orange-schwarz. Aber auch in Berlin-Mitte wählten 4,2 Prozent sowie in Berlin-Pankow 4,1 Prozent der Stimmberechtigten die Piratenpartei. In Karlsruhe und Braunschweig erreichte sie insgesamt 3,5 Prozent der Zweitstimmen. In zahlreichen weiteren Städten wie Aachen, Augsburg, Rostock oder Halle wurde die Drei-Prozent-Marke ebenfalls klar übersprungen.

Die Piratenpartei erreichte bei der Bundestagswahl aus dem Stand 2,0 Prozent der Zweitstimmen.
Daten: Bundeswahlleiter / Grafik: onlinekosten.de
Rund 900.000 Stimmen absolut
Insgesamt gaben knapp 900.000 Wahlberechtigte der Piratenpartei ihre Stimme. "Wir Piraten sehen uns durch das Ergebnis der Bundestagswahl auf unserem Weg bestätigt. Der rasante Aufschwung unser jungen Partei hält unvermindert an und wir haben das Superwahljahr trotz geringer Finanzmittel hervorragend gemeistert", sagte Jens Seipenbusch, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland zum Ergebnis. Das nächste Ziel steht bereits fest: Im Mai 2010 hoffen die Piraten bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen auf den Einzug in den Düsseldorfer Landtag. In Schleswig-Holstein haben sie diesen vorerst klar verpasst: Hier erzielte die Piratenpartei ein Wahlergebnis von 1,8 Prozent.

Hochburgen der Piraten bei der Bundestagswahl. Daten: Bundeswahlleiter / Grafik: onlinekosten.de

